Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Infektionskrankheiten

Die wichtigste Impfung

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Die hohe Krankheitslast durch Influenza wird jetzt durch Studiendaten der Europäischen Seuchenbehörde ECDC eindrucksvoll bestätigt. Danach geht jeder vierte bis dritte Todesfall durch eine Infektion in Europa auf das Konto von Influenza. Keinem anderen Erreger als dem Grippevirus fallen auf unserem Kontinent mehr Menschen zum Opfer.

Das ist auch in Deutschland so, wie die gerade zu Ende gegangene schwere Grippewelle zeigt. Die in diesem Winter bisher gemeldeten 1518 laborbestätigten InfluenzaTodesfälle sind dabei nur die Spitze des Eisbergs: Weil Influenza selten im Labor abgeklärt wird und Folgen wie Pneumonie, Sepsis oder Herzinfarkt nicht der Influenza zugeschrieben werden. Die wahren Zahlen der Grippetoten liegen mindestens um den Faktor zehn höher, sagte der STIKO-Vorsitzende Professor Thomas Mertens beim DGIM-Kongress.

Angesichts der hohen Krankheitslast erscheint auch die nur moderate Effizienz der Impfstoffe in einem anderen Licht. Wenn man von 12.000 Grippetoten im letzten Winter ausgeht, dann kann auch ein Impfstoff mit einer Wirksamkeit von nur 40 Prozent immerhin noch 4800 Todesfälle verhindern, sagte Mertens dazu. Oder auch: Mit keiner anderen Impfung lassen sich in Deutschland mehr Leben retten.

Lesen Sie dazu auch: Ranking: Die schlimmsten Infektionskrankheiten

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

© imran kadir photography | Getty Images

Impfskepsis in der Praxis

Vier Einwände von Herzpatienten im Evidenzcheck

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Gut organisiert in die Grippesaison starten

© Abraham Gonzalez Fernandez | Getty Images

Impfmanagement

Gut organisiert in die Grippesaison starten

Anzeige | Viatris Germany GmbH
„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

© SrdjanPav | Getty Images

Impfkommunikation

„Motivational Interviewing“ in der Impfberatung

Anzeige | Viatris Germany GmbH
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt