Test verbessert Diagnostik bei TB-Verdacht

NEU-ISENBURG (ikr). Mit einem neuen Bluttest werden Patienten mit hohem Risiko für eine Tuberkulose-Erkrankung erkannt. Mit dem Verfahren ließe sich künftig die Zahl der Tuberkulose-Neuerkrankungen durch rechtzeitige Präventiv-Therapie reduzieren.

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Eine Arbeitsgruppe um Privatdozent Roland Diel aus Hamburg hat den Test QuantiFERON®-TB Gold (QFT™) bei 600 Personen mit Tuberkulose-Kontakt getestet. 66 der getesteten Personen erwiesen sich als positiv, wie das Unternehmen Cellestis mitteilt. 41 von diesen lehnten die vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose empfohlene mehrmonatige Präventiv-Therapie ab. Alle sechs Personen, die im Laufe der folgenden zwei Jahre an Tuberkulose erkrankten, gehörten zu dieser Gruppe.

Zum Vergleich: Mit dem derzeit üblichen Tuberkulin-Hauttest (Mendel-Mantoux-Test) wurden 243 der Kontaktpersonen für infiziert erklärt. 219 von ihnen erhielten keine Präventiv-Therapie. Einer der später an Tuberkulose Erkrankten wurde mit dem Mendel-Mantoux-Test nicht erkannt. Damit sagte der neuartige Bluttest eine spätere Tuberkulose-Erkrankung besser vorher, resümieren die Hamburger Forscher.

Weitere Informationen zu dem neuen Tuberkulose-Bluttest gibt es unter: www.cellestis.com

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