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Zu weiche Matratze

Warum Babys im Schlaf ersticken

Ersticken gehört zu den häufigsten Ursachen für tödliche Unfälle von Säuglingen. Dabei wären sie häufig durch Maßnahmen für einen sicheren Schlaf zu vermeiden.

Veröffentlicht:
Gesunder Schlaf: Experten raten, Säuglinge und Kleinkinder auf dem Rücken liegend schlafen zu lassen und ohne weiche Polster.

Gesunder Schlaf: Experten raten, Säuglinge und Kleinkinder auf dem Rücken liegend schlafen zu lassen und ohne weiche Polster.

© stefanie / stock.adobe.com

SILVER SPRING. Die meisten Fälle von Ersticken im Säuglingsalter ereignen sich im Bett. Wie die umgangssprachliche Falle im Wortsinn zur Falle werden kann, haben Forscher aus den USA nun anhand eines Registers des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) untersucht. Ihrer Analyse zufolge ist bei Kindern unter einem Jahr die Verlegung der Atemwege oft durch zu weiches Betten verschuldet (Pediatrics 2019; 143:5).

Weniger häufige Ursachen sind Menschen, die über dem Kind liegen oder das Eingeklemmtwerden des Kindes.

Von den zwischen 2011 und 2014 erfassten plötzlichen unerwarteten Kindstoden konnten 250 und damit 14 Prozent auf Erstickung zurückgeführt werden, 243 dieser Todesfälle standen in Zusammenhang mit dem Schlaf. Im Median waren die Kinder bei ihrem Tod drei Monate alt. Zum Ersticken durch weiches Polstern (69 Prozent aller Erstickungsfälle) kam es häufig im Bett von Erwachsenen (49 Prozent) und meist in Bauchlage (92 Prozent).

Schuld waren vor allem Decken (34 Prozent), zu weiche Matratzen (23 Prozent) oder Kissen (22 Prozent) – Decken vor allem bei den etwas älteren und damit mobileren Säuglingen, die sich in den Decken verhedderten; Kissen häufiger bei den jüngsten Säuglingen, die nicht die Kraft haben, den Kopf zu heben.

Der Erstickungstod durch einen anderen Menschen (19 Prozent aller Fälle) war meistens durch Mutter oder Vater verursacht. Etwa ein Viertel der Eltern war, so weit dokumentiert, zu diesem Zeitpunkt durch Alkohol oder Drogen beeinträchtigt. Bei 14 Prozent der erdrückten Kinder war ein Elternteil, meistens die Mutter, beim Füttern eingeschlafen.

Dass der Säugling keine Luft mehr bekam, weil er sich zwischen Gegenständen eingeklemmt hatte (12 Prozent aller Fälle), passierte ebenfalls bevorzugt im Bett von Erwachsenen (73 Prozent). Meist hatten sich die Kinder zwischen Matratze und Wand oder Bettrahmen verkeilt.

Die Autoren um Dr. Carrie Shapiro-Mendoza von der Uni in Charlottesville empfehlen, Kinder auf dem Rücken liegend schlafen zu lassen, allein in einem Gitterbett oder einer Wiege im Raum der Eltern und ohne weiche Polster wie Decken oder Kissen. (bs)

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