Ärzte Zeitung, 17.01.2007

Erhöhtes Risiko für Magenkrebs in großen Familien

SAN FRANCISCO (ddp.vwd). Wer mit vielen Geschwistern aufgewachsen ist, hat als Erwachsener ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs.

Das gilt besonders für die Jüngsten in der Familie, haben US-Wissenschaftler herausgefunden. Den Grund vermuten die Forscher in dem Magenbakterium Helicobacter pylori, mit dem sich die meisten Menschen bereits als Kind infizieren. In Großfamilien kommen Kinder früher als ihre Altersgenossen mit dem Erreger in Kontakt.

Außerdem ist das wandlungsfähige Bakterium bereits besser an das genetische Profil der Familie angepasst. Damit erklären die Wissenschaftler um Dr. Martin Blaser von der Universität von New York ihre Ergebnisse (im Fachmagazin "PLoS Medicine" 4, 2007, Artikel e7).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »