Ärzte Zeitung online, 11.10.2017

Leukämie

AML: Minimale Resterkrankung im Fokus

STUTTGART. Die minimale Resterkrankung (MRD, Minimal Residual Disease) gewinnt beim Abschätzen des individuellen Rezidivrisikos etwa bei Leukämien immer mehr an Bedeutung. Selbst die US-Behörde FDA habe großes Interesse am Monitoring der MRD, so Professor Christian Thiede, Uniklinikum Dresden, bei der DGHO-Jahrestagung in Stuttgart. Die Messung sei bei 80 bis 90 Prozent der Patienten möglich. Ein sehr sensitiver Marker sei in diesem Zusammenhang bei akuter myeloischer Leukämie NPM1 (Nucleophosphin 1). Bei MRD-Positivität gebe es allerdings nur die allogene Stammzelltransplantation als Therapieoption, so Thiede. Neue Therapiemöglichkeiten wie Hemmstoffe der IDH (Isocitrat-Dehydrogenase), demethylierende Substanzen und Tyrosinkinasehemmer werden geprüft. (ple)

Topics
Schlagworte
Lymphome/Leukämie (828)
Onkologie (8298)
Organisationen
DGHO (246)
Krankheiten
Leukämie (1080)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »