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Früherkennung mit Mammografie funktioniert

DÜSSELDORF (nsi). Vom Mammografie-Screening in Deutschland zur Früherkennung von Brustkrebs gibt es erste Erfolgsmeldungen. So sind bei nahezu drei Viertel der mit der Methode entdeckten Tumoren die Lymphknoten noch nicht befallen.

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"Das sind erste Auswertungen aus Nordrhein-Westfalen, flächendeckende Daten aus Deutschland gibt es noch nicht", so Professor Walter Heindel, Leiter des Referenzzentrums Mammografie Münster bei der 2. Offenen Krebskonferenz in Düsseldorf. Ausgewertet wurden die Datensätze von 13 516 Frauen in und um Münster. Bei 151, also 1,1 Prozent dieser Teilnehmerinnen, wurde ein Mamma-Ca neu diagnostiziert. Dabei lässt sich offenbar das nach den europäischen Richtlinien anvisierte Ziel verwirklichen, bei 0,6 bis 1,0 Prozent der Untersuchungen ein Mamma-Ca zu entdecken.

Die gute Nachricht ist: "Bei 74 Prozent der neu entdeckten Mammakarzinome waren noch keine Lymphknoten befallen", berichtete Heindel. "Diese heilbaren Tumoren sind das Ziel der Früherkennung." 23 Prozent der Tumoren waren duktale Carcinomata in situ, und 77 Prozent wuchsen bereits invasiv. Von den invasiven Tumoren hatten etwa zwei Drittel einen Durchmesser von 11 bis 15 mm, ein Drittel einen Durchmesser von maximal 10 mm. Die Tumorgröße ist ein wichtiger Prognosefaktor: Von Lymphknoten-negativen Frauen mit Tumoren unter 10 mm leben nach fünf Jahren noch 98 Prozent, bei Tumoren zwischen 10 und 19 mm sind es nur 92 Prozent.

945 der 13 516 Frauen waren aufgrund eines unklaren Mammografie-Befundes zunächst zur weiteren Abklärung, etwa mit Stanzbiopsie, einbestellt worden. Bei 151, also knapp 16 Prozent von diesen, wurde ein Karzinom entdeckt. "Ob wir mit dem Screening tatsächlich die Brustkrebssterblichkeit senken, werden wir erst in zehn bis 15 Jahren wissen", so Heindel. "Aber die hohe Rate neu entdeckter Karzinome ohne Lymphknotenbefall lässt hoffen."

Insgesamt haben sich etwa 52 Prozent der seit Herbst 2005 in NRW eingeladenen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren untersuchen lassen, das sind 106 630 Frauen.

Lesen Sie dazu auch: Nach dem Screening zum Hausarzt in die Praxis

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