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Sprache in verschiedenen Arealen verarbeitet

STOCKTON-ON-TEES (ddp). Ein und dasselbe Wort kann je nach seiner Bedeutung in unterschiedlichen Gehirnbereichen verarbeitet werden. So hängt zum Beispiel die Verarbeitung des Wortes "am" davon ab, ob es sich um eine Zeitangabe wie "am Montag" oder eine Ortsangabe wie "am Bahnhof" handelt.

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Das hat ein US-Neurolinguist entdeckt, als er mit vier Schlaganfallpatienten Sprachtests machte. Je nachdem, welche Gehirnbereiche bei den Probanden geschädigt waren, konnten sie nur noch die zeitliche oder nur noch die räumliche Bedeutung der Präposition erfassen. Das berichtet Dr. David Kemmerer von der Purdue-Universität in West Lafayette in "Neuropsychologia" (Online-Ausgabe).

Kemmerer vermutete, daß eine Schädigung der Gehirnbereiche, die räumliche Zusammenhänge verarbeiten, sowohl das Verständnis von Konstruktionen wie "am Bahnhof" als auch das von "am Montag" stört. Um das zu überprüfen, ließ er seine vier Teilnehmer in kurzen Sätzen die entsprechenden Präpositionen ergänzen. Überraschenderweise war jedoch bei keinem das räumliche und das zeitliche Sprachverständnis beeinträchtigt: Zwei der Probanden konnten nur räumliche Präpositionen zuordnen, die anderen beiden nur zeitliche.

Offenbar werden Zeitangaben und Ortsangaben unabhängig voneinander verarbeitet, obwohl die gleichen Worte benutzt werden, wie Kemmerer sagt. Demnach muß bei einer Zeitangabe nicht jedes Mal die räumliche Assoziation hergestellt werden.

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