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Bisphosphonat-Therapie: Da muss der Vitamin-D-Spiegel stimmen

Ihre Patientin spricht auf eine Osteoporose-Therapie mit einem Bisphosphonat nicht an? Das könnte auch an einer unzureichenden Versorgung mit Vitamin D liegen.

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Osteoporotischen Wirbelfrakturen lässt sich vorbeugen.

Osteoporotischen Wirbelfrakturen lässt sich vorbeugen.

© Arteria Photography

BOSTON (ikr). In klinischen Studien wurden Bisphosphonate in Kombination mit Kalzium und Vitamin D geprüft. Und auch für den Klinik- und Praxisalltag empfehlen Experten zusätzlich zur Bisphosphonat-Therapie eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D.

Aktuelle Studiendaten sind nun Wasser auf die Mühlen dieser Empfehlung. Forscher um Dr. Richard Bockman vom Weill Cornell Medical College in New York City hat die Vitamin-D-Versorgung von 160 Frauen mit Osteoporose in der Postmenopause analysiert.

Die Frauen hatten bereits seit mindestens 18 Monaten ein Bisphosphonat (Alendronat, Risedronat, Ibandronat oder Zoledronat) erhalten.

Frauen mit Werten über 33 ng/ml sprechen viel besser auf Therapie an

Dabei stellte sich heraus: Bei Frauen mit Serum-25(OH)D-Werten über 33 ng/ml war die Wahrscheinlichkeit für ein Ansprechen auf eine Bisphosphonat-Therapie siebenmal höher als bei Frauen mit niedrigeren Vitamin-D-Werten.

Die Ergebnisse haben die Forscher jetzt bei der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2011) in Boston (Abstract P1-228) vorgestellt.

Als Non-Responder galten Frauen, die nach Therapiebeginn weitere Frakturen erlitten oder einen Verlust an Knochenmineraldichte von mehr als drei Prozent hatten oder bei der Knochendichtemessung nach der DXA-Methode anhaltend niedrige Werte aufwiesen.

Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel, desto höher das Risikot für Versagen der Therapie

Nach diesen Kriterien hatten 71 Frauen nicht auf die Bisphosphonat-Therapie angesprochen. Allerdings hatten rund 55 Prozent der Betroffenenen zu niedrige Vitamin-D-Werte im Vergleich zu nur 17 Prozent der Frauen, die auf die Behandlung angesprochen hatten.

Je niedriger der Vitamin-D-Spiegel, desto höher war das Risiko für ein Versagen der Therapie. Bei Serum-25(OH)D-Werten unter 33 ng/mL sank die Ansprechrate rapide.

Die US-Forscher empfehlen daher, bei Patienten mit Bisphosphonat-Therapie die Vitamin-D-Spiegel zu optimieren, damit die Patienten den maximalen Benefit von einer solchen Behandlung haben.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vitamin D ist das Salz in der Suppe

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