Reicht bei manchen Gicht-Kranken intermittierende Therapie?

WIEN (kat/mal). Gicht-Kranken wird eine dauerhafte, die Harnsäure senkende Therapie empfohlen. Ein - ja nicht nur bei diesen Patienten - wohl bekanntes Problem ist dabei die langfristige Compliance der Patienten. Eine von Kollegen aus Spanien jetzt beim Rheumatologen-Kongreß in Wien vorgestellte Studie legt nahe, daß bei vielen Gicht-Patienten auch eine intermittierende Therapie reichen könnte.

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Diese könnte von den Patienten besser akzeptiert werden als eine Dauertherapie und so zu einer besseren Compliance führen, hoffen die Kollegen um Dr. Fernando Perez-Ruiz aus Baracaldo.

In ihrer prospektiven Studie haben sie dokumentiert, was bei Gicht-Patienten passiert, die nach mindestens fünfjähriger Therapie mit Harnsäure-Spiegeln unter 7 mg/ dl (Mittelwert) die Therapie abbrechen. Für die Gesamtheit der Studienteilnehmer hatte der Harnsäure-Spiegel vor Therapie im Mittel 8,7 mg/dl betragen, unter Therapie 4,8 mg/dl und nach Therapie-Abbruch 9,1 mg/dl.

Innerhalb der folgenden fünf Jahre hatten 34 der 85 Studienteilnehmer einen neuen monoartikulären Gicht-Schub bekommen. Von allen untersuchten Parametern erwiesen sich dabei nur zwei als signifikante und voneinander unabhängige Prädiktoren für einen neuen Schub: der mittlere Harnsäure-Spiegel unter Therapie sowie der mittlere Harnsäure-Spiegel nach Absetzen der Therapie.

So hatten etwa Patienten mit eher hohen Harnsäure-Spiegeln (im Mittel über 5 mg/dl während der Behandlung und über 8,8 mg / dl nach Therapie-Ende) schon nach 24 Monaten (Median) erneut Symptome, Patienten mit eher niedrigen Harnsäure-Spiegeln (unter 5 mg/dl während sowie unter 8,8 mg/dl nach Therapie) aber erst nach 53 Monaten.

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