Rheuma

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Modul: Medikamentöse Therapie der rheumatoiden Arthritis und ihrer Komorbiditäten

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Ärzte Zeitung, 09.07.2007

Rheuma-Frühdiagnose für Hausärzte vereinfacht

Hochspezifischer Labormarker für Rheumatoide Arthritis / Jetzt können auch Hausärzte das Labor beauftragen

NEU-ISENBURG (hub). Die Diagnose von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) ist für Hausärzte einfacher geworden. Sie dürfen seit 1. Juli einen hochspezifischen RA-Marker zulasten der GKV bestimmen lassen: Antikörper gegen zyklische citrullinierte Peptide (CCP).

"Jetzt kann der Hausarzt seine Verdachtsdiagnose auf RA selbst sichern", sagt Professor Elisabeth Märker-Hermann aus Wiesbaden. "CCP-Antikörper und Rheumafaktoren sind bei der Labordiagnose als ein Pärchen zu betrachten und sollten immer gemeinsam bestimmt werden", so die Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zur "Ärzte Zeitung".

Die Diagnosesicherheit der beiden Marker zusammen ist extrem hoch: Sind beide positiv, ist die RA praktisch gesichert. "Allerdings handelt es sich nur um eine Bestätigungsdiagnose", warnt Märker-Hermann. Sind beide Marker negativ, schließt das eine RA nicht aus. Denn die Sensitivität von Rheumafaktoren und CCP-Antikörpern liege bei je nur etwa 60 Prozent.

Immer, wenn der Hausarzt bei einem Patienten den Verdacht auf RA hat, lohne sich die Bestimmung von CCP-Antikörpern und Rheumafaktoren. Der Verdacht besteht, wenn zwei oder mehr Gelenke geschwollen sind, Morgensteifigkeit von über einer Stunde besteht und die BSG- oder CRP-Werte erhöht sind.

Sind bei einem Patienten mit RA-Verdacht die beiden Marker nicht positiv, könne auch eine Kollagenose vorliegen. "Kollagenosen - etwa ein systemischer Lupus erythematodes - machen in ihrer Frühform Gelenksymptome wie eine RA", erinnert Märker-Hermann. Dann sollten antinukleäre Antikörper (ANA) als Kollagenosemarker bestimmt werden.

Patienten mit RA-Verdacht, ob mit oder ohne Laborbestätigung, sollten immer zum Rheumatologen überwiesen werden. Bis zum Termin kann der Hausarzt bei bestätigter RA durch positive Rheumafaktoren und CCP-Antikörper bereits mit der Therapie beginnen - etwa mit Diclofenac oder niedrig dosierten Glukokortikoiden. In jedem Fall muss der klinische Befund eindeutig dokumentiert werden.

STICHWORT

CCP-Antikörper

Antikörper gegen zyklische citrullinierte Proteine (CCP) sind hoch spezifisch für Rheumatoide Arthritis (RA). Und: Patienten mit unklarer Arthritis entwickeln häufig RA, wenn initial CCP-Antikörper nachweisbar sind. Auch können CCP-Antikörper oft schon Jahre vor dem ersten Auftreten von Symptomen nachgewiesen werden. Sie eignen sich daher für die Differenzialdiagnose zwischen sehr frühen Formen einer RA und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen.

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