Urologie

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Ärzte Zeitung, 22.03.2005

Bei PSA unter 1 ng/ml reichen Kontrollen alle drei Jahre

Studie ergab kein erhöhtes Ca-Risiko bei niedrigem PSA

ISTANBUL (ner). Wie oft sollten Männer über 50 ihren PSA-Wert zur Prostatakarzinom-Prophylaxe kontrollieren lassen? Schwedische Urologen sagen: alle drei Jahre, wenn der Ausgangswert unter 1 ng/ml liegt, sonst öfter.

Das schließen Dr. Gunnar Aus vom Sahlgrens Universitätshospital in Göteborg und seine Kollegen aus einer randomisierten Screening-Studie bei mehr als 5800 Männern im Alter zwischen 50 und 66 Jahren. Bei ihnen waren alle zwei Jahre der PSA-Test und bei Werten über 3 ng/ml eine Biopsie vorgenommen worden.

Die Nachbeobachtung erfolgte über knapp acht Jahre. Knapp jeder zehnte der gescreenten Männer (539) hatte in dieser Zeit ein Prostatakarzinom bekommen. Mit steigendem Ausgangs-PSA-Wert stieg auch die Karzinom-Rate, berichtete Aus beim Europäischen Urologenkongreß in Istanbul.

Daß 77 Prozent der Männer mit einem PSA von mehr als 10 ng/ml erkrankten, überraschte wenig. Aber auch in der Gruppe mit Werten zwischen 3,0 und 3,99 ng/ml war es jeder dritte Mann; zwischen 1,5 und 1,99 ng/ml waren es noch immerhin knapp 13 Prozent der Studienteilnehmer. Von den 2950 Männern mit Werten unter 1 ng/ml bekam keiner innerhalb von drei Jahren ein Karzinom.

Aus diesem Grund empfehlen Aus und seine Kollegen Screening-Intervalle von drei Jahren bei PSA-Werten unter 1 ng/ml. Bei noch normalen Werten, die jedoch über 2 ng/ml liegen, sollte öfter kontrolliert werden.

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