Ärzte Zeitung, 09.06.2009

Anämie bei Herzschwäche ein ungünstiges Zeichen

WAGGA WAGGA (ob). Eine gleichzeitig bestehende Anämie ist bei chronischer Herzinsuffizienz ein prognostisch ungünstiges Zeichen. Erniedrigte Hämoglobin-Spiegel (< 13 g/dl bei Männern und < 12 g/dl bei Frauen) sind bei Herzschwäche mit einer signifikant erhöhten Sterberate assoziiert. Zu diesem Ergebnis kommen australische Forscher auf Basis einer Gesamtanalyse von 21 prospektiven klinischen Studien mit knapp 98 000 beteiligten Patienten Congest Heart Fail 15, 2009, 123).

Patienten mit Anämie befanden sich häufiger in einem fortgeschrittenen Stadium (NYHA III oder IV) der Herzinsuffizienz als Patienten ohne Anämie. Ob eine Korrektur der Anämie die Prognose bei kardialer Dysfunktion verbessern kann, muss noch in klinischen Studien belegt werden.

Lesen Sie dazu auch:
Bei KHK-Patienten bleibt PAVK häufig unentdeckt
Neuer Plättchenhemmer auf gutem Weg

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »