Direkt zum Inhaltsbereich

Viele Studien belegen den Nutzen von Pravastatin

BERLIN (Rö). Die Einführung von Statinen Ende der 80er Jahre sei ein Urknall in der Therapie gegen Atherosklerose gewesen. Damit habe eine große pharmakologische und medizinische Erfolgsgeschichte begonnen, hat Professor Achim Weizel bei einer Veranstaltung des Unternehmens ratiopharm in Berlin gesagt.

Veröffentlicht:

Anlaß der Konferenz war die Einführung des Pravastatin-Generikums Pravastatin-ratiopharm® mehrere Wochen vor dem Patentablauf.

Wegen des umfangreichen klinischen Studienprogramms gehöre Pravastatin heute zu den am besten untersuchten Substanzen im Bereich der Lipidsenker, hat der Chefarzt vom Diakoniekrankenhaus in Mannheim betont. Dies gilt für die Sekundärprävention mit den Studien CARE und LIPID und für die Primärprävention mit der Studie WOSCOP.

In den Studien zur sekundären Prävention waren die Endpunkte KHK-Tod und nicht-tödlicher Herzinfarkt um 24 Prozent seltener als mit Placebo. In ähnlichem Ausmaß waren die Raten von PTCA- und Bypaßoperationen vermindert sowie die Zahl der Schlaganfälle.

In der PROSPER-Studie wurde zudem der Nutzen der Therapie speziell bei Patienten zwischen 70 und 82 Jahren belegt. Um ein kardiovaskuläres Ereignis zu verhindern, mußten nach Weizels Angaben so viele Patienten in den Studien behandelt werden: in PROSPER 48, in LIPID 49, in CARE 52 und in WOSCOPS 59.

In den Studien hat sich auch die gute Verträglichkeit von Pravastatin gezeigt. Die Rate der unerwünschten Wirkungen unterschied sich nach Weizels Angaben nicht von der bei Placebo.

Als weiteren Vorteil für den Wirkstoff nannte der Internist, daß er nicht über das Cytochrom-P-450-System abgebaut wird, über das viele Medikamente verstoffwechselt werden. Damit ist das Wechselwirkungspotential gering.

Mehr zum Thema

Malnutrition

Damit Sie Mangelernährung nicht übersehen: Darauf kommt es an!

Destatis

Mehr als die Hälfte der Erwachsenen ist übergewichtig

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Krisenresilienz

Stromausfall in Reutlingen: Eine Ärztin schildert ihre Erfahrungen

Fußball-Weltmeisterschaft

WM-Kolumne: Wie das Hotel die Leistungsfähigkeit im Spiel beeinflusst

Lesetipps
In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor