Ärzte Zeitung, 05.12.2005

Sportorthopäde plädiert fürs Skifahren mit Helm

16 Prozent der Skiverletzungen betreffen den Kopf

ZELL AM SEE (ug). Ein Helm kann etwa 85 Prozent aller schweren Kopf- und Gehirnverletzungen verhindern. Das haben Studien zum Motorrad- und zum Fahrradfahren gezeigt. Aber das gelte ebenso für Skifahrer, sagte der Wiener Sportorthopäde Dr. Karl-Heinz Kristen.

Ein Skihelm ist ein gutes Weihnachtsgeschenk, meint ein Wiener Orthopäde. Foto: krb

48 000 Menschen verletzen sich allein in Österreich jedes Jahr beim Ski- und Snowboardfahren und müssen deshalb im Krankenhaus behandelt werden, darunter sind 6700 Kinder unter 15 Jahren ("Ärztewoche" 19, 2005, 21).

16 Prozent der Verletzungen beträfen den Kopf, zitierte Kristen auf der Sportärztewoche in Zell am See Ergebnisse einer österreichischen Studie. Meist handele es sich um Gehirnerschütterungen, gefolgt von Platzwunden und Gesichtsverletzungen. "Meist sind Kopfverletzungen aber Ursache für die schweren Verletzungen mit dauernden Invalidität oder tödlichem Ausgang."

Kristen plädierte dafür, daß Ski- und Snowboardfahrer Helme tragen. Auch er selbst hält sich daran. Optimalen Schutz bieten Hartplastik-Helme der Norm EN 1077. Wichtig ist, daß der Helm richtig paßt, nicht drückt, nicht wackelt und auch mit Ski- oder Sonnenbrille gut zu tragen ist.

Faktum sei, so Kristen, daß viele Menschen von sich aus nie einen Helm kaufen oder tragen würden. Er empfiehlt, Skihelme zu Weihnachten zu schenken. "Einen geschenkten Helm kann man mit Stolz tragen."

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