Ärzte Zeitung online, 17.02.2016

Zika-Virus

USA und Brasilien treiben Forschung voran

BRASíLIA. Mit der Untersuchung von 800 Frauen und ihren Babys wollen Brasilien und die USA die Erforschung des Zika-Virus vorantreiben. So soll rasch Klarheit erreicht werden, ob Zika bei einer Infizierung von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei deren Föten auslösen kann.

An dem im Bundesstaat Paraná stationierten Forscherteam sollen sich unter anderem 17 Experten der US-Seuchenbehörde CDC und neun Fachleute des brasilianischen Gesundheitsministeriums beteiligen. In Paraná gibt es 54 bestätigte Mikrozephalie-Fälle und 427 Verdachtsfälle. Die Arbeit ist auf 50 Tage angelegt, Ergebnisse sollen im April vorliegen.

Die Europäische Union will die Zika-Forschung mit zehn Millionen Euro unterstützen, wie Brasiliens Gesundheitsminister Marcelo Castro mitteilte. Brasilien und die USA arbeiten auch an der Entwicklung eines Impfstoffes - dafür werden rund zwei Jahre veranschlagt.

Bisher ist wenig über die Auswirkungen des Virus bekannt, das sich von Brasilien aus rasch ausgebreitet hat und in 39 Ländern aufgetaucht ist.

Zika wird wie Dengue von der Moskitoart Aedes aegypti übertragen und führte bisher meist nur zu harmlosen Symptomen wie leichtem Fieber und Hautrötungen. In Brasilien wird aber Dengue vielfach weiterhin als das größere Problem angesehen. 2015 gab es 1,6 Millionen Dengue-Fälle, 843 Menschen starben daran in Brasilien. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn packt Großreform Notfallversorgung an

Gesundheitsminister Spahn stößt eine weitere Großreform an: Bis 2021 soll die Notfallversorgung neu aufgestellt sein. Dazu muss das Grundgesetz geändert werden. mehr »

Spahn will bessere Hilfsmittel-Versorgung

15:52 Uhr Ärger über Hilfsmittelausschreibungen der Kassen könnte bald Schnee von gestern sein. Ein Änderungsantrag zum TSVG beinhaltet offenbar ein Ausschreibungsverbot. mehr »

Marburger Bund fordert deutliche Arbeitsentlastung

14:27 Uhr Im Vorfeld der Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat der Marburger Bund seinen Forderungskatalog vorgestellt. mehr »