Ärzte Zeitung online, 10.10.2017
 

Kampf gegen Kindesmisshandlung

Nationales Zentrum zieht positive Bilanz

KÖLN. Zehn Jahre ist es nun genau her, seitdem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007 das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) eingerichtet hat. Schlimme Fälle von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung und eine auffällige Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern hatten die Politik 2007 zu diesem Schritt veranlasst.

Mit Hilfe des NZFH sollten familiäre Belastungen frühzeitig erkannt, gezieltere Unterstützungsangebote bereitgestellt und die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden. Um diese hohen Ziele zu erreichen, kooperiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eng mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI). "Heute erhalten Familien in belastenden Lebenslagen deutlich früher und passgenauer Unterstützung als noch vor zehn Jahren", bilanziert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, in der das NZFH seinen Sitz hat. Flächendeckende Netzwerke Früher Hilfen seien inzwischen etabliert, "Jetzt ist es wichtig, den systemübergreifenden Ausbau und die Qualitätsentwicklung der Frühen Hilfen noch weiter voranzubringen", erläuterte Thaiss. Ab 2018 wird der Bund mit der Bundesstiftung Frühe Hilfen eine dauerhafte Grundlage für den präventiven Kinderschutz schaffen. (ras)

Weitere Informationen www.fruehehilfen.de/wir-ueber-uns/10-jahre-nzfh/

Topics
Schlagworte
Prävention (2519)
Pädiatrie (8694)
Organisationen
BZgA (682)
Personen
Heidrun Thaiss (37)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »