Ärzte Zeitung, 15.07.2016

Cyberattacken

Vermehrt Angriffe auf Praxen in Niedersachsen

HANNOVER. In den letzten Tagen sind laut KV Niedersachsen (KVN) wiederholt Arztpraxen in der Region Ziel von Netzattacken geworden. Vor allem sogenannte Ransomware, bei der Festplatteninhalte komplett verschlüsselt werden und bei der die Angreifer gegen Zahlung bestimmter Geldbeträge Dechiffrierungscodes anbieten, sei in Umlauf.

So habe in einem aktuellen Fall die Schadsoftware "Petya" einen Praxisrechner befallen.

Wie so oft bei Ransomware war der Auslöser ein E-Mail-Anhang: Wie die KVN berichtet, sei die Attacke erfolgt, als eine Praxismitarbeiterin eine angebliche "Initiativbewerbung" eines medizinischen Fachangestellten per Mail aufgerufen und den zugehörigen Anhang geöffnet hat.

Die KV warnt daher noch einmal: "Die sicherste Methode, um solche Vorfälle zu vermeiden, besteht darin, Mails unbekannter oder fragwürdiger Herkunft nicht zu öffnen und schon gar nicht Dateianhänge aufzurufen."

Wichtig sei zudem, vom gesamten Datenbestand der Praxis regelmäßig Sicherungskopien auf externen Datenträgern anzufertigen. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Kinder suchtkranker Eltern brauchen mehr Beachtung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert eine bessere Versorgung und Betreuung der Kinder von Suchtkranken. Kinder von Suchtkranken sind diesmal Schwerpunkt des Drogenberichts. mehr »

Hilfe für die Seele gefordert

Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Die Psychoonkologie soll helfen. Aber die Unterstützung ist wenig bekannt und unterfinanziert. mehr »