Ärzte Zeitung, 19.12.2008

QM-ABC

Strukturqualität

Strukturqualität beschreibt neben der Prozess- und Ergebnisqualität einen wesentlichen Qualitätsaspekt der medizinischen Versorgung. Strukturqualität beschreibt den Grad, in dem die strukturellen Merkmale geeignet sind, die mit der Praxistätigkeit verbundenen Aufgaben zu erfüllen.

Sie ist zum Einen gekennzeichnet durch bauliche, technische und personelle Bedingungen - zum Beispiel Gebäude, Lage, Räumlichkeiten und die technische Ausstattung der Praxis. Weitere wesentliche Merkmale sind die Erreichbarkeit der Praxis (Telefon, Parkplätze, Internet etc.), die Qualifikation der Praxismitarbeiterinnen und der Aus-/Weiterbildungsstand des Arztes. Auch Faktoren wie Brandschutztechnik, Kennzeichnung von Fluchtwegen, finanzielle Mittel oder das Vorhandensein von Standards gehören dazu. Darüber hinaus wird die Strukturqualität bestimmt durch die politischen und ökonomischen Faktoren, unter denen ärztliche Tätigkeit stattfindet. Die Strukturqualität beeinflusst maßgeblich das erreichbare Niveau der Prozess- und der Ergebnisqualität.

Verfasser: Theresia Wölker und Dr. Heike Johannes. Sie sind Autorinnen des Arbeitshandbuchs Qualitätsmanagement vom Verlag der Ärzte Zeitung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »