Ärzte Zeitung, 09.10.2009

Sana setzt auf Spezialisierung der Regio Kliniken

Von Dirk Schnack

Die Sana Kliniken haben jetzt ihre Pläne für die Regio Kliniken im Umland von Hamburg konkretisiert. Die Standorte bleiben voraussichtlich erhalten.

WEDEL. Die Sana Kliniken bekennen sich zu ihrem Ziel, die Angebote an den Standorten Wedel, Elmshorn und Pinneberg der Regio Kliniken zu spezialisieren. Dazu haben sie ihre Investitionszusagen für die Regio Kliniken konkretisiert.

Insbesondere in Wedel versteht man dies als Signal für den Erhalt des Krankenhauses. Über dessen Zukunft war seit Monaten spekuliert worden (wir berichteten). Neben betriebswirtschaftlichen Problemen hatten die Regio Kliniken auch unter dem Weggang von zwei Chefärzten zu leiden. Verantwortliche stuften diese in einer Mitarbeiterversammlung aber als "zum Krankenhausalltag gehörend" ein.

Die Pläne des privaten Klinikbetreibers Sana sehen einen Ausbau der Urologie in Wedel und die Weiterentwicklung einer Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) vor.

Die Klinik für Orthopädie/Endoprothetik und Unfallchirurgie wird ihr Spektrum im Bereich der Muskel- und Skeletterkrankungen erweitern. Eine Entscheidung über künftige Schwerpunkte der Klinik für Innere Medizin soll erst nach einer Marktanalyse fallen. Regio beschäftigt im Hamburger Randgebiet rund 2500 Mitarbeiter und erwirtschaftet rund 130 Millionen Euro Umsatz in der stationären und ambulanten Medizin, unter anderem im Betrieb von MVZ. Vor dem Einstieg von Sana hatte Regio rote Zahlen geschrieben.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Was nötig ist, um die Patientensicherheit zu erhöhen

Jede Minute sterben fünf Menschen durch fehlerhafte Behandlung, so die WHO. Patientenschützer setzen auf Fehlermeldesysteme. Und was schlagen Ärzte vor? mehr »

„Wer sich der heiligen Kuh nähert, kriegt Feuer“

Professor Martin Scherer ist neuer DEGAM-Präsident. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" spricht er über "viel zu viel Medizin" und die Pläne der DEGAM in Sachen Digitalisierung. Das gesamte Gespräch kann auch angehört werden. mehr »

Homöopathen sind enttäuscht von KBV-Chef

Die Homöopathen fühlen sich von KBV-Chef Gassen verschaukelt nach dessen kritischen Äußerungen zur Homöopathie: Gassen soll alle Ärzte vertreten – auch die komplementärmedizinisch aktiven Ärzte. mehr »