Direkt zum Inhaltsbereich

Niedergelassene kämpfen um Erhalt der Regio Kliniken

Im Norden bangen Niedergelassene um einen etablierten Kooperationspartner.

Veröffentlicht:

Niedergelassene Ärzte sind wegen der ungewissen Zukunft der Regio Kliniken beunruhigt. Weil die künftige Trägerschaft des Klinikverbunds im Hamburger Umland offen ist, drohen Kooperationsprojekte zu scheitern.

"Wir wollen und können das Urologische Zentrum Wedel nicht verlieren", schreiben die neun im Netzwerk niedergelassener Urologen Schleswig-Holstein (NUSS) vertretenen Fachärzte in einem offenen Brief an politische Entscheidungsträger in der Region Pinneberg.

Hintergrund sind Gerüchte um die Zukunft der Klinikgruppe, die Häuser in Pinneberg, Elmshorn und Wedel sowie zahlreiche MVZ betreibt. Das vergangene Jahr haben die Regio Kliniken, die sich in kommunaler Trägerschaft befinden, einen hohen Verlust erwirtschaftet.

Die Patienten sind die Leidtragenden.

Eine Gruppe um den inzwischen ausgeschiedenen Geschäftsführer Alexander Schlick hatte dem Kreis ein Übernahmeangebot unterbreitet. Es soll aber auch viele andere Interessenten geben. Welche Auswirkungen ein Trägerwechsel auf das Versorgungsangebot hätte, ist offen. Spekuliert wird über die Schließung des Klinikstandortes Wedel, aber auch über die Verlagerung von Schwerpunkten.

In dieser Situation bangen die Urologen um eine gerade etablierte Kooperation mit der urologischen Hauptabteilung in Wedel. Die niedergelassenen Ärzte verweisen auf Vorteile der Zusammenarbeit wie etwa bewährte Zuweisungswege und verlässliches Personal.

Zugleich machen sie deutlich, dass sie sich bei einer Verlagerung der Abteilung an einen anderen Standort auch andere Kliniken als Kooperationspartner vorstellen können: "Sollten sich die Umgebungsbedingungen durch Schließung der operativen Einheit oder Verlegung in ein anderes Haus der Regio Kliniken mit Reduktion der Betten- oder OP-Kapazitäten verschlechtern, könnte NUSS zum Wohle der Patienten leider gezwungen sein, auf solch eine negative Veränderung entsprechend zu reagieren", heißt es in dem Brief.(di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gastbeitrag

GKV-Beitragssatzstabilisierung mittels Privatisierung der Prävention?

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Robert Koch-Institut

Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland

Lesetipps
Eine Frau sitzt mit einer brennenden Zigarette hinter dem Lenkrad ihres Autos.

© Peter Steffen/dpa

DEGAM-Kongress

Wie viele KHK-Patienten rauchen?

Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen