Ärzte Zeitung, 08.10.2010

Deutsche wechseln eher selten den Arbeitgeber

NÜRNBERG (dpa). Jahrelange Betriebstreue statt Job-Hopping - Beschäftigte in Deutschland bleiben im Schnitt mehr als zehn Jahre beim selben Arbeitgeber. Von einem Trend zum "Turbo-Arbeitsmarkt" mit häufigen Jobwechseln, wie etwa in den USA, könne in Deutschland weiterhin nicht die Rede sein, stellen Nürnberger Arbeitsmarktforscher in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung fest. "Weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern sind die Erwerbskarrieren instabiler geworden", heißt es in der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
In Deutschland hat nach IAB-Angaben die durchschnittliche Beschäftigungsdauer zwischen 1992 und 2008 sogar noch leicht zugelegt - nämlich von 10,3 auf 10,8 Jahre. Auch in den anderen europäischen Ländern sei - mit Ausnahme von Dänemark - nirgendwo ein Abwärtstrend zu beobachten. Umgekehrt blieb die sogenannte Fluktuationsrate, der Indikator für die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, seit 1993 weitgehend stabil. In Deutschland liege dieser Wert bei knapp über 30 Prozent - und damit ähnlich hoch wie in Frankreich und Italien.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Nervenärzte schlagen Alarm

Der Spitzenverband ZNS ist besorgt: Die Versorgung von Demenz-, Parkinson- und Schlaganfallpatienten gerate in Gefahr, warnen die Nervenärzte. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »