Ärzte Zeitung, 17.11.2016

Health-Apps

Richtiger Kurs

Ein Kommentar von Matthias Wallenfels

Spieltrieb auf Kassenkosten, das geht auf gar keinen Fall, so das zum Start der diesjährigen Medica in Düsseldorf konsentierte Verständnis von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und TK-Chef Dr. Jens Baas in puncto Gesundheits-Apps.

Das zeigt, dass die relevanten Akteure im Gesundheitswesen für die Kernproblematik der mobilen Gesundheitsanwendungen sensibilisiert sind – es geht um die Validität der Daten, sofern Medizinprodukte mit im Boot sind.

Wer seine Laufleistung über drei Schrittzähler gleichzeitig kontrollieren lässt, nimmt hin, dass die Apps zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen – und lächelt bestenfalls, da die Werte keinerlei Gesundheitsrelevanz haben.

Anders sieht es aus, wenn ein Diabetiker eine Gesundheits-App nutzt, die anhand der gemessenen Glukosedaten die Insulinzufuhr über eine vernetzte Pumpe regeln lässt. Hier geht es nicht ohne valide Daten, soll Menschen kein Schaden zugefügt werden.

Gröhe versprach eine nicht näher konkretisierte Regulierung entsprechender Apps, die als Medizinprodukte zu klassifizieren sind. Die Kassen als Kostenträger entsprechender app-basierter Lösungen hat er mit im Boot. Schließlich sollen die Lösungen später auch die Versorgung optimieren – und Kosten sparen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »