Daten und Fakten

64 % der Angehörigen von Menschen mit Diabetes...

Veröffentlicht:

64 %der Angehörigen von Menschen mit Diabetes sind besorgt oder ängstlich wegen der Hypoglykämie-Gefahr. Zu diesem Ergebnis kommt die von Novo Nordisk finanzierte TALK-HYPO-Studie, für die 4300 Eltern, Partner und andere Angehörige von Zuckerkranken in neun Ländern befragt wurden (Diab Ther 2019; online 9. September).

Danach machen sich zwei Drittel der Angehörigen mindestens einmal im Monat Sorgen über das Risiko. Mit negativen Folgen: Um ihre Angehörigen im Fall einer Hypoglykämie unterstützen zu können, wenden fast drei Viertel der Befragten weniger Zeit für Hobbys, Urlaub oder soziale Kontakten auf. Angehörige wünschen sich vor allem, dass Patienten das Thema der Familie oder beim Arzt verstärkt ansprechen, um die Sorgen zu mindern. (eis)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Lesen sie auch
Mehr zum Thema

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 16.09.201911:13 Uhr

„Wie gut, dass wir darüber gesprochen haben“?

Die Schlussfolgerungen in "Family Members: The Forgotten Players in the Diabetes Care Team (The TALK-HYPO Study)" von Alexandria Ratzki-Leewing et al. https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs13300-019-00687-y
lesen sich weitgehend hoffnungslos unverbindlich: Wie sollen denn etwa rein verbale Unterhaltungen über Hypoglykämie das Hypoglykämie-Risiko verringern können?
["Conclusions - Hypoglycemia can present a burden on the lives of family members of PWDs. Conversations about hypoglycemia, facilitated by a healthcare professional, may reduce this burden and hypoglycemia risk"].

Eine wesentliche Problematik, die zu Hypoglykämie-Befürchtungen Anlass geben könnte, ist m.E. historisch gewachsen: Es sind die Sulfonylharnstoffe, in der Vergangenheit aus Kostengründen unkritisch und viel zu häufig verordnet, mit ihrem Substanz-spezifischen Hypoglykämie-Risiko. Standard-Therapien mit Metformin und den neueren DPP-4- bzw. SGLT-2-Hemmern oder GLP-1-Agonisten haben dieses Risiko nicht.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Abb. 1: Studie DECLARE-TIMI 58: primärer Endpunkt „kardiovaskulärer Tod oder Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz“ in der Gesamtkohorte

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [4]

Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 Präventiv statt reaktiv: Bei Typ-2-Diabetes mit Risikokonstellation Folgeerkrankungen verhindern

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

© Porträt: Dr. Jörg Sandmann | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Der hypogonadale Patient in der Hausarztpraxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Wirkt auch bei Ceftriaxon-Resistenz

Zoliflodacin als neue Option in der Antibiotika-Therapie der Gonorrhö

Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen