Grippeindex KW 48/2021

ARE-Aktivität im Osten Deutschlands deutlich erhöht

Die ARE-Aktivität liegt aktuell deutlich über Werten der Saison 2020/21, aber etwas unter dem Niveau der Vor-Pandemie-Saisons.

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Berlin. Der Beginn der Grippesaison 2021/2022 war ja durch eine ungewöhnlich starke RSV-Zirkulation außerhalb bisher typischer Zeiträume bestimmt. Zwar ist die RSV-Aktivität weiter erhöht, die Werte sind aber seit KW 44 wieder deutlich zurückgegangen, berichtet das RKI.

Wie in den Vorjahren verursachen zurzeit Rhinoviren zusätzlich viele Atemwegsinfektionen. Auch hCoV werden im ähnlichen Maße nachgewiesen. Die Positivenrate für SARS-CoV-2 stieg in den vergangenen Wochen kontinuierlich an. Influenzaviren werden weiterhin nur sporadisch detektiert, bei den bisher subtypisierten Viren handelte es sich hauptsächlich um Influenza A(H3N2).

Die genauen Zahlen für die aktuelle Berichtswoche (KW 48): In 95 der 157 eingesandten Sentinelproben wurden respiratorische Viren identifiziert (61 Prozent), darunter 24 Proben mit Rhinoviren (15 Prozent), je 23 Proben mit RSV beziehungsweise hCoV (des Typs OC43, 229E und HKU1) (jeweils 15 Prozent), 22 mit SARS-CoV-2 (14 Prozent), 10 mit Parainfluenzaviren (6 Prozent) und nur zwei mit humanen Metapneumoviren (1 Prozent). In einer Probe wurden Influenza B-Viren detektiert (1 Prozent).

Die ARE-Aktivität ist derzeit besonders im Osten Deutschlands deutlich erhöht. In Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen die Werte der ARE-Aktivität im Vergleich am höchsten. (bae)

Hinweis: Aufgrund der hohen ARE-Aktivität von der 40. bis zur 48. KW 2021 im ambulanten Bereich wurden die Werte seit der 40. KW 2021 vom RKI neu berechnet, wobei die 40. bis 48. KW 2020 als neue Referenzwochen für die Hintergrund-Aktivität genutzt wurden.

Weitere Informationen unter https://influenza.rki.de

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