Direkt zum Inhaltsbereich

Adalimumab bewährt sich bei Psoriasis

DRESDEN (grue). Der Antikörper Adalimumab ist bei mittelschwerer und schwerer Schuppenflechte wirksamer als Methotrexat. Bereits im ersten Monat bessert sich der Hautbefund um fast 60 Prozent. Mit der erweiterten Zulassung wird zum Jahreswechsel gerechnet.

Veröffentlicht:

Adalimumab (Humira®) ist bereits zur Therapie bei Rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis zugelassen. Der humane monoklonale TNF-alpha-Antikörper wird alle 14 Tage subkutan injiziert. Damit wurden in einer dreiarmigen Studie Patienten mit Psoriasis vulgaris behandelt.

Es sei der erste direkte und Placebo-kontrollierte Vergleich zweier Psoriasis-Medikamente, sagte Professor Michael Sticherling in Dresden. Auf Adalimumab 40  mg sprachen acht von zehn Patienten an. Ihr Hautbefund besserte sich innerhalb von vier Monaten um mindestens 75 Prozent (PASI-75-Response), wie der Kollege aus Erlangen berichtete.

Mit Methotrexat erreichten das 36 Prozent, mit Placebo 19 Prozent der Patienten. "Mit Adalimumab besserte sich der Hautzustand schon nach den ersten zwei Injektionen um durchschnittlich 57 Prozent", so Sticherling bei einer Veranstaltung von Abbott. "Der schnelle Wirkeintritt und die gute Verträglichkeit machen Adalimumab zu einer Option für Patienten, die erheblich unter der Schuppenflechte leiden." Das sind etwa ein Drittel der Patienten.

Eine Langzeittherapie mit dem Antagonisten stabilisiere den Hautbefund, so Sticherling. Das belegt eine Studie, in der Patienten die Arznei fast ein Jahr erhielten. Sie erzielten damit ein besseres Ergebnis als jene, die nach acht Monaten zu Placebo wechselten. "Kontinuierliche Therapie und ständige Betreuung sind bei schwerer Psoriasis besonders wichtig", so Sticherling. Das gelte auch für PUVA oder Ciclosporin, die ähnlich erfolgreich seien wie die Biologicals.

Lesen Sie dazu auch:

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Topische oder systemische Therapie

Neue Behandlungsoptionen beim chronischen Handekzem

Das könnte Sie auch interessieren
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Progression bremsen

Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wann initiieren?

Lesetipps
Syphilis-Läsion im Mund einer infizierten Person.

© CID / Science Photo Library

Kein Herpes, kein Krebs

Was steckte hinter den schlecht heilenden Ulzera im Mund?