Mykosen

Einmaltherapie verscheucht den Fußpilz

DRESDEN (grue). Die Einmalbehandlung mit Terbinafin in einer neuen Galenik als Lösung beseitigt Fußpilz. Und sie mindert das Risiko für eine erneute Infektion mit Dermatophyten.

Veröffentlicht: 16.05.2007, 08:00 Uhr

Die einprozentige Terbinafin-Lösung für die Einmalbehandlung bei Fußpilz wird als Lamisil® Once angeboten. Das Antimykotikum sei in der neuen Galenik ebenso wirksam wie als Salbe, Spray oder Gel, so Professor Hans-Christian Korting in Dresden. "Die Einmaltherapie mit Terbinafin lindert Tinea pedis mindestens so gut wie andere topische Präparate", so der Dermatologe aus München.

In Studien verschwand der Pilz bei 63 Prozent der Patienten, der Hautausschlag ging bei 66 Prozent vollständig zurück. "Die Rückfallrate drei Monate nach erfolgreicher Therapie betrug nur 13 Prozent", sagte Korting bei einem Symposium des Unternehmens Novartis Consumer Health. Mit Placebo dagegen gelang das nur bei 14 von 83 Patienten, jeder fünfte hatte eine Re-Infektion.

Mit der verschreibungsfreien Terbinafin-Lösung in der 4 g-Packung werden beide Füße behandelt: Zehen, Zehenzwischenräume, Fußsohlen und Fußkanten. Es bildet sich ein transparenter adhäsiver Film, aus dem der Wirkstoff schnell und anhaltend freigesetzt wird.

In der oberen Hautschicht sei das Antimykotikum bis zu 13 Tage in ausreichend hoher Konzentration nachweisbar, sagte der Hautarzt. Die Patienten können ihre Füße bereits 24 Stunden nach der Applikation waschen. "Die Behandlung beider Füße erleichtert die richtige Anwendung. Herkömmliche Präparate werden oft zu sparsam aufgetragen", sagte Korting. Es sollten auch die Stellen eingerieben werden, die kaum sichtbar infiziert sind.

Interdigitalmykosen treten bevorzugt zwischen viertem und fünftem Zeh auf. Der Pilz geht häufig auf den anderen Fuß über. Als fungizides Mittel töte Terbinafin die Dermatophyten zuverlässig ab, so Korting.

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