Ärzte können beim Sonnenschutz viel ausrichten

MÜNCHEN/ROM (ars). Wie wichtig Ärzte für die Prävention von Hautkrebs sind, belegen eine deutsche und eine italienische Umfrage. Für Jugendliche sind sie demnach eine Hauptquelle für das Wissen über Sonnenschutz. Und wer bereits an einem Spinaliom erkrankt war, geht häufiger zu Kontrollchecks, wenn der Arzt ihn daran erinnert hat.

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Tenor in beiden Studien ist allerdings, dass beim Thema Sonnenschutz noch einiges im Argen liegt. So nannten zwar fast alle der 545 Jugendlichen und jungen Erwachsenen Sonnenbrand und Hautkrebs als Gefahren von UV-Strahlen, wie eine Arbeitsgruppe um Dr. Christine Eichhorn aus München berichtet.

Aber nur ein Teil - 78 Prozent - handelt auch entsprechend. Dieser Anteil nahm sogar weiter ab, je jünger die Befragten waren: auf zwei Drittel bei Jugendlichen zwischen 14 und 20, wobei Männer noch weniger auf Sonnenschutz achten als Frauen. Nur einem Drittel war die Lichtalterung der Haut als Risiko bekannt.

Wissen und Verhalten decken sich oft nicht.

Als Gegenmaßnahmen nannten fast alle Sonnencreme, die Hälfte Kleidung, aber nicht einmal 10 Pozent Sonnenbrille und nur fünf Prozent langsames Gewöhnen. Fast 80 Prozent bezogen ihre Kenntnisse zum Sonnenschutz aus den Medien, aber immerhin knapp die Hälfte von Ärzten, die damit noch vor Familie und Bekannten rangierten (Hautarzt 59, 2008, 821).

Forscher aus Rom hatten Patienten mit Spinaliom ebenfalls telefonisch zu Wissen über Sonnenschutz und Verhalten befragt (Dermatology 217, 2008, 74). Wie sich herausstellte, waren sie durch Schaden nicht immer klug geworden: Etwa 40 Prozent verwendeten selten oder nie Sonnencreme, ebenso viele wussten nicht, dass Form- oder Farbänderungen von Muttermalen Warnzeichen sind.

60 Prozent nannten das Fernsehen als wichtigste Informationsquelle, aber 80 Prozent waren auch vom Arzt über ihre Spinaliomerkrankung beraten worden. Die Wahrscheinlichkeit, die Haut komplett untersuchen zu lassen, war bei jenen, die der Arzt darauf hingewiesen hatte, mehr als doppelt so hoch wie bei unbelehrten Patienten.

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