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Pandemie

Ärztebündnis setzt Impfappell ab und kritisiert Spahn

Ungeimpfte sollen sich gegen Corona impfen lassen und Geimpfte boostern, raten Ärzteverbände und verweisen auf dramatisch steigende Fallzahlen. Noch-Gesundheitsminister Spahn bekommt erneut sein Fett weg.

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Berlin. Angesichts „hochdramatischer“ Infektionszahlen haben mehrere Ärztevereinigungen an ungeimpfte Bundesbürger eindringlich appelliert, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

„Nur mit einer hohen Impfquote können wir die pandemische Situation in Deutschland beherrschen“, heißt es in einer am Montag verbreiteten Erklärung. Gezeichnet ist diese von der Bundesärztekammer, dem Hartmannbund, dem Hausärzteverband, dem NAV-Virchow-Bund, dem Spitzenverband Fachärzte Deutschlands und dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO), Professor Thomas Mertens.

Bundesbürger wiederum, die bereits erst- und zweitgeimpft seien, sollten mit einer Auffrischungsimpfung für einen „optimalen Impfschutz“ gegen Corona sorgen, schreiben die Verbände weiter. Die STIKO empfehle die Booster-Impfung für alle Menschen ab 18 Jahren – „insbesondere und dringlichst für ältere Menschen, für Heimbewohner, Gesundheits- und Pflegepersonal sowie Menschen mit Vorerkrankungen und Immundefizienz.

Moderna statt BioNTech: „Kaum leistbarer Mehraufwand“

Scharfe Kritik üben die Ärzteverbände an der „überraschenden“ Kontingentierung des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministeriums für den Impfstoff von BioNTech auf 30 Dosen pro Woche. Dies stelle die Praxen vor einen „kaum leistbaren organisatorischen Mehraufwand“.

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Statt wie bisher in Sechsergruppen müssten Patienten jetzt in Zwanzigergruppen einbestellt und terminlich koordiniert werden. Hinzu komme der zusätzliche Beratungsbedarf, vor allem aufgrund des Wechsels zu einem anderen Impfstoff.

Um die Impfkampagne nicht zu bremsen, wäre es ratsam, Ärzten eine größere Menge des Impfstoffs von BioNTech zur Verfügung zu stellen und Impfzentren und mobile Impfteams bevorzugt mit dem Impfstoff von Moderna zu beliefern, schlagen die Verbände vor. (hom)

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