Allgemeinmedizin

Ärztekongreß vermittelt Einblicke in praxisnahe Forschungen

BERLIN (gvg). Vom 18. bis 20. September wird in Berlin der 55. Deutsche Ärztekongreß veranstaltet. Der Kongreß heißt jetzt offiziell "Charité Fortbildungsforum - Deutscher Ärztekongreß" und findet in den Räumen der Charité am Campus Virchow-Klinikum statt.

Veröffentlicht: 07.09.2006, 08:00 Uhr

"Einige der Schwerpunkte des Kongresses sind die Themen Herzerkrankungen und Schlaganfall sowie die Arzneimitteltherapie. Außerdem stehen neue Therapieverfahren in der Onkologie, die Organtransplantation und wichtige Infektionskrankheiten im Fokus", so Professor Reinhard Gotzen von der Kongreßgesellschaft für ärztliche Fortbildung. Er teilt sich das Amt des Kongreßpräsidenten mit Professor Martin Paul, Dekan der Charité Berlin, und dem Medica-Präsidenten, Professor Werner Scherbaum.

Für besonders erwähnenswert hält Gotzen die Veranstaltung zu Prävention und Therapie beim Schlaganfall, die von Professor Arno Villringer von der Klinik für Neurologie der Charité geleitet wird. "Hier wird zum Beispiel der Wert der Lysetherapie diskutiert", so Gotzen im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Ein weiterer Tip des Kongreßpräsidenten: Unter der Leitung von Professor Ulrich Wahn und Professor Torsten Zuberbier vom Allergie-Centrum der Charité geht es einen halben Tag lang um den Einfluß von Erbgut und Umweltfaktoren auf die Entstehung von Allergien. Weitere Themen sind auch Neurodermitis und die spezifische Immuntherapie.

Spezialthemen stehen ebenfalls auf dem Programm. Professor Peter Neuhaus von der Charité leitet ein Seminar zu Transplantationen, an dem auch der Herzchirurg Professor Roland Hetzer vom Deutschen Herzzentrum Berlin teilnimmt. Pilzinfektionen, neue Antibiotika und das Thema HIV/Aids werden unter dem Vorsitz von Professor Norbert Suttorp behandelt.

Parallel zum Ärztekongreß, bei dem die "Ärzte Zeitung" ein Medienpartner ist, finden der 39. Deutsche Zahnärztliche Fortbildungskongreß, die 36. Pflegefachtagung, das 14. Physiotherapieforum sowie Fortbildungen für Medizinisch-Technische Assistenten und Arzthelferinnen statt. Hinzu kommt noch eine Infoveranstaltung der Deutschen Herzstiftung für Patienten, Angehörige und Interessierte zu Herzklappen-Erkrankungen und Gerinnungsstörungen.

CME-Punkte gibt es natürlich auch: Ärzte erhalten von der Ärztekammer Berlin pro Tag acht Fortbildungspunkte. Die Punkte werden von allen anderen deutschen Ärztekammern anerkannt. Einzelne Seminare und Praxiskurse werden außerdem mit Zusatzpunkten zertifiziert.

Veranstalter des Kongresses sind die Charité-Universitätsmedizin Berlin, die Kongreßgesellschaft für ärztliche Fortbildung und die Deutsche Gesellschaft zur Förderung der medizinischen Diagnostik (Medica). Zu den Vorträgen, Seminaren und Kursen mit 200 Referenten werden 3500 bis 4000 Teilnehmer erwartet.

Weitere Informationen im Internet: www.deutscher-aerztekongress.de

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