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Stresstest

Allergiker sind wohl anfälliger für Stress

Allergiker und Gesunde unterscheiden sich darin, wieviel Oxytocin und Kortisol sie nach einem Stresstest ausschütten.

Veröffentlicht:

Wien. Wie reagieren Gesunde und Allergiker auf akuten Stress und wie gehen sie mit ihren Emotionen um? Forscher um Lisa Maria Glenk vom interuniversitären Messerli Forschungsinstitut – einer gemeinsamen Einrichtung der Vetmeduni Vienna, der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien – gingen diesen Fragen in einer Studie nach (Stress 2019; online 24. Oktober).

Hierfür untersuchten die Wiener Forscher Gesunde und allergische Personen in einem Stresstest. Die Probanden beantworteten vor und nach dem Test einen Fragebogen zu ihrem Umgang mit Emotionen und ihrem Befinden. Zudem wurden die Kortisol- und Oxytocin-Konzentrationen bestimmt, teilt die Veterinärmedizinische Uni Wien mit.

Stärkerer Kortisol-Anstieg bei Allergikern

Nach dem Test fühlten sich sowohl Allergiker als auch Gesunde ängstlicher und gestresster. Bei den Allergikern kam es jedoch zu einem stärkeren Kortisol-Anstieg und sie brauchten zudem länger, um sich wieder davon zu erholen.

Auch bei der Ausschüttung von Oxytocin unterschieden sich die allergischen von den gesunden Probanden. Zwar hatten Allergiker höhere Ausgangswerte im Blut, ihr Oxytocinspiegel sank aber infolge der Stresserfahrung. Bei den Gesunden verhielt es sich umgekehrt.

Interessanterweise unterdrückten eher Allergiker als Gesunde ihre Emotionen. „Wir sehen immer wieder, dass Allergiepatienten die Schwere ihrer chronischen Symptome negieren“, wird Studienleiterin Erika JensenJarolim in der Mitteilung zitiert. Jene allergischen Personen, die zu einer emotionalen Neubewertung der Situation fähig waren, erholten sich deutlich schneller vom Stress.

Co-Autor Oswald D. Kothgassner von der Medizinischen Universität Wien ergänzt dazu: „Durch diese Ergebnisse kann angenommen werden, dass Mechanismen der Stressregulation eine entscheidende Rolle für das häufig gemeinsame Auftreten von Allergien und Depressionen spielen“. (eb)

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