Nachgefragt

"Als Ärztin nehme ich diese Belastung gerne auf mich"

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Stressig habe ich die Schweinegrippe-Epidemie nicht empfunden, für die Jahreszeit war eine Influenza ja nichts Ungewöhnliches. Trotzdem war der Beratungsaufwand größer als sonst. Als Arzt nehme ich diese Belastung aber gerne auf mich.

Die Berichterstattung in den Medien aber hat mich belustigt. Die Patienten haben natürlich alles in die Praxis getragen, was sie irgendwo aufgeschnappt haben. Meine Aufgabe war es dann, das Ganze ins rechte Licht zu rücken. Im Großen und Ganzen muss ich mich aber über die mangelhafte Informationspolitik wundern. Dieses unqualifizierte Palaver in den Medien hat die meisten am Ende verunsichert.

Der Staat könnte zwar "par ordre du mufti" eine Zwangsimpfung anordnen. Aber wir leben nun mal in einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. In der gibt es eben auch Leute, die sich nicht impfen lassen wollen. Das hat dann aber nichts mit einem Versäumnis des Staates zu tun. Doch im Nachhinein ist der Mensch natürlich immer gescheiter als vorher.

Dr. Ursula Greiner, Allgemeinärztin aus Neunkirchen

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Nachgefragt: "Für die Zukunft brauchen wir spezielle Impfärzte" "In unserem Kühlschrank liegen noch 400 Dosen " "Die Kommunikation seitens der Politik war katastrophal"

Lesen Sie dazu auch den Standpunkt: Ist Schweinegrippe-Impfung verbranntes Geld?

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