Schweinegrippe

Adjuvantien sichern einen breiteren Impfschutz

Impfantigen einsparen und Driftvarianten abdecken - das ermöglichen Adjuvantien.

Veröffentlicht: 08.03.2010, 05:00 Uhr

MÜNCHEN (wst). Um bei Impfstoffherstellung unter Zeitdruck Antigen einzusparen und auch um eine breite Kreuzprotektion gegen Driftvarianten eines Virus zu sichern, ist die Anreicherung von Pandemieimpfstoffen mit immunogenitätsverstärkenden Adjuvantien ein effektiver und sicherer Weg. Das hat Privatdozent Ruprecht Schmidt-Ott von GlaxoSmithKline gesagt.

Klinische Serokonversions- und Seroprotektionsstudien des Unternehmens mit Impfstoffen gegen Vogelgrippe und Schweinegrippe hätten die klare Überlegenheit adjuvantierter gegenüber deutlich höher dosierter nicht adjuvantierter Impfstoffe gezeigt, so Schmidt-Ott bei einer GSK-Veranstaltung in München.

Neuere Daten weisen darauf hin, dass besonders auch Kinder von Impfstoffen mit Adjuvantien profitieren. Die entsprechenden Studien sind auf der Homepage des Unternehmens einsehbar (www.gsk-clinicalstudyregister.com). Zwar müsse die bessere Immunogenität adjuvantierter gegenüber nicht adjuvantierter Grippeimpfstoffe mit einem höheren Risiko für lokale und auch systemische Nebenwirkungen wie vor allem Fieber erkauft werden. Doch dieses Risiko sei nicht höher als bei gängigen Diphterie- und Tetanus-Impfstoffen.

Schmidt-Ott berichtete, dass vom mit AS03 - einer Wasser-in-Öl-Emulsion aus Vitamin E, Squalen und Polysorbat 80 - adjuvantierten H1N1-Impfstoff Pandemrix® bis zum 1. Februar 2010 weltweit 112 Millionen Dosen ausgeliefert worden sind. Von der quasi identischen kanadischen Variante Arepanrix™ wurden bis dahin weitere 12 Millionen Dosen ausgeliefert.

Verimpft wurden schätzungsweise 62 Millionen Dosen Pandemrix® und 14 Millionen Dosen Arepanrix™. Mindestens 3,9 Millionen Dosen davon wurden Kindern und etwa 390 000 Dosen Schwangeren verabreicht. Das Nutzen-Risiko-Profil stellte sich nach den Worten Schmidt-Otts unverändert gut dar, und es seien bislang keine haltbaren Ereignisse aufgetreten, die Sicherheitsbedenken rechtfertigten.

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Nachgefragt: "Für die Zukunft brauchen wir spezielle Impfärzte" "In unserem Kühlschrank liegen noch 400 Dosen " "Als Ärztin nehme ich diese Belastung gerne auf mich" "Die Kommunikation seitens der Politik war katastrophal"

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