Alzheimer-Prävention mit Johannisbeeren

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BREMERHAVEN (eb). Eine gesunde Ernährung kann langfristig einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Alzheimer-Demenz leisten. Eine besondere Rolle spielen dabei Lebensmittel mit neuroprotektiver Wirkung, etwa die schwarze Johannisbeere. Dazu forschen jetzt Wissenschaftler der ttz Bremerhaven und acht Partner im Projekt "Brainhealthfood", das die Europäische Union mit 870 000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren fördert.

Obwohl die Entstehungsweisen der Demenzerkrankung noch nicht vollständig erforscht sind, sprechen viele Anzeichen für eine starke oxidative Belastung der Gehirnregion. Auslöser sind lipide Peroxidationen, die Bildung freier Radikale und amyloider Betaproteine. Die Ergebnisse aktueller epidemiologischer Studien legen nahe, dass eine vielseitige, phenolreiche Ernährung das Risiko einer Demenzerkrankung verringern kann. Der regelmäßige Genuss von Lebensmitteln mit neuroprotektiver Wirkung könnte also mittel- bis langfristig das Gesundheitssystem entlasten.

Derzeit gibt es kein Produkt auf Basis schwarzer Johannisbeeren im Functional-Food-Sortiment. Um diese Lücke kostengünstig zu schließen, sollen Reststoffe der Saftproduktion als Rohstoff dienen. Diese sind bereits zu einem Tonnenpreis von 300 bis 500 Euro erhältlich - ein Siebtel des Preises für alternative Rohstoffquellen.

Wirtschaftliche Methoden für die Rückgewinnung bioaktiver Wirkstoffe sollen in den nächsten zwei Jahren im ttz Bremerhaven entwickeln werden. "Jeder Rohstoff stellt spezifische Bedingungen an die Extraktion. Wir werden im Frühjahr Testreihen starten, um das beste Verfahren für die schwarze Johannisbeere zu ermitteln," so Projektleiterin Marie Bildstein vom ttz Bremerhaven in einer Mitteilung.

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