Anbieter von Abnehmprogramm setzt auf Ärzte

DÜSSELDORF (iss). Das Unternehmen Weight Watchers setzt bei der Verbreitung seines Konzepts verstärkt auf niedergelassene Ärzte. Es hat spezielles Material für die Arztpraxis entwickelt und will das Angebot weiter ausbauen.

Veröffentlicht:

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Anbieter eines kommerziellen Gewichtsreduktionsprogrammes. In seinem Auftrag hatte das Meinungsforschungsinstitut tns-emnid im März 2005 repräsentativ 100 Hausärzte und 100 Gynäkologen befragt.

Danach empfehlen 50 Prozent die Programme des Unternehmens auf Anfrage ihrer Patienten. 45 Prozent äußerten Interesse an Informationen oder Unterstützung bei der Beratung abnehmwilliger Patienten.

"Es ist uns wichtig, unser Programm offenzulegen", sagte Ute Gerwig, Leiterin Forschung und Entwicklung / Training des Unternehmens in Deutschland, bei einer Veranstaltung. Ärzte könnten zum Beispiel an Gruppentreffen teilnehmen. Bundesweit gibt es etwa 4000 Gruppen.

Der regelmäßige Austausch in der Gruppe ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Ziel ist es, eine nachhaltige Änderung im Eßverhalten und der Lebensweise zu erreichen. Im Mittelpunkt steht eine ausgewogene Mischkost. Das Konzept richtet sich nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft. "Wir bieten keine medizinische Ernährungsberatung", betonte Gerwig. Bei gesundheitlichen Problemen verweise man immer auf die notwendige Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

"Für Ärzte ist es wichtig, daß sie gute Programme empfehlen können", sagte Professor Hans Hauner, Ärztlicher Direktor am Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München. Entscheiden, welches Konzept gut zu ihm paßt, müsse der Übergewichtige dann selbst.

"Weight Watchers ist ein wirksames Programm, das durch eine gute wissenschaftliche Basis belegt ist", so Hauner, der im wissenschaftlichen Beirat des Unternehmens sitzt. Das Programm stelle eine ausreichende und ausgewogene Nährstoffversorgung sicher und führe in einem Jahr durchschnittlich zu einer Gewichtsreduktion von fünf Kilo. "Viel mehr schaffen wir in den ärztlich geleiteten Programmen auch nicht."

Gerade im Vergleich zu vielen Extrem-Diäten sei Weight Watchers flexibel und lasse sich im Alltag leicht umsetzen. "Das ist das, was die Übergewichtigen wollen. Bei einem starren Schema steigen viele wieder aus", berichtete Hauner.

Infos: www.weightwatchers.de, dann nach unten scrollen, Link Arztportal anklicken und mit DocCheck einloggen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche