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Antikörper bei Frühgeborenen mindern später das Giemen

WIESBADEN (eb). Werden frühgeborene Kinder während ihres ersten Lebensjahres mindestens drei Mal mit Palivizumab behandelt, entwickeln sie nur halb so oft wiederkehrendes Giemen wie Frühgeborene ohne Therapie mit dem monoklonalen Antikörper.

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Das hat eine multizentrische prospektive Studie ergeben, in der 191 Kinder Injektionen von Palivizumab (Synagis®) erhalten hatten (J Pediatr 151, 2007, 34). Sie waren höchstens 36 Monate alt, hatten keine chronische Lungenerkrankung und waren noch nicht wegen einer RSV-Infektion stationär behandelt worden. Von den 230 Kindern der Kontrollgruppe ohne Palivizumab-Therapie waren 76 stationär wegen RSV behandelt worden. Primärer Endpunkt war wiederkehrendes Giemen, definiert als mindestens dreimaliges Auftreten von Giemen innerhalb von zwölf Monaten.

Ein wiederkehrendes Giemen hatten 13 Prozent der mit Palivizumab behandelten Kinder und 26 Prozent der Kinder in der Kontrollgruppe. "Der Wirkmechanismus besteht wahrscheinlich darin, dass Palivizumab die Entwicklung einer harmlosen RSV-Infektion zu einem Infekt des Bronchialbaumes und die daraus oft resultierende chronische bronchiale Überempfindlichkeit verhindert", sagt Professor Christian Rieger aus Bochum. Palivizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der Frühgeborenen in monatlichen Abständen injiziert wird, um RSV-Infektionen der unteren Atemwege zu verhindern. Das Mittel ist 2001 mit dem von der "Ärzte Zeitung" gestifteten Galenus-Preis ausgezeichnet worden.

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