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Auch nach vier Jahren erhöht Oxaliplatin noch Chancen für Darmkrebs-Patienten

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Auch nach über vier Jahren haben Kolonkarzinom-Patienten, die eine adjuvante Therapie mit einem Oxaliplatin-haltigen Schema bekommen haben, bessere Überlebenschancen und Vorteile beim krankheitsfreien Überleben. Das zeigt die neueste Auswertung der MOSAIC-Studie nach einem mittleren Follow-up von 56,2 Monaten.

Die entsprechenden Daten wurden in Berlin vom Studienleiter Dr. Thierry André aus Paris vorgestellt. Die MOSAIC-Studie (Multicenter International Study of Oxaliplatin / 5-FU /LV in the Adjuvant treatment of Colon cancer) gilt in der Onkologie als Meilenstein für die adjuvante Therapie von Patienten mit operiertem Kolonkarzinom im Stadium II oder III. Die Drei-Jahres-Daten wurden im vergangenen Jahr publiziert (NEJM 350, 2004, 2343).

In einem randomisierten, kontrollierten Doppelblinddesign erhielten 2246 Patienten postoperativ entweder zwölf Zyklen Chemotherapie mit 5-FU und Leukovorin oder zusätzlich Oxaliplatin (FOLFOX4). "Nach viereinhalb Jahren sind die Vorteile im FOLFOX4-Arm noch etwas stärker ausgeprägt als nach der Erstauswertung nach drei Jahren", so Andrés Fazit.

Das Gesamtüberleben lag in der FOLFOX4-Gruppe bei 82,6 Prozent, im Vergleich zu 78,1 Prozent im 5-FU / LV-Arm. In relativen Zahlen ausgedrückt liegt die Sterbewahrscheinlichkeit bei der Oxaliplatin-Behandlung damit nach 56 Monaten um neun Prozent niedriger. Das Rezidivrisiko wurde, auf die Gesamtpopulation berechnet, um 23 Prozent gesenkt.

Besonders ausgeprägt ist der Nutzen bei Patienten im Stadium III, dem 60 Prozent der Studienteilnehmer angehörten. Hier errechnet sich eine relative Risikoreduktion für Rezidive von 25 Prozent. In absoluten Zahlen sind das 8,6 Prozent weniger Rezidive. Ebenfalls überdurchschnittlich profitierten Patienten im Stadium II, wenn sie ungünstige Prognosefaktoren wie einen T4-Tumor oder eine schlechte Differenzierung in der Histologie aufwiesen.

Auch die Verträglichkeit der Behandlung ist weiterhin relativ gut, wie André betonte. Störende Parästhesien, eines der Probleme Oxaliplatin-haltiger Schemata, lagen nach vier Jahren bei 3,4 Prozent der Patienten vor. Nur bei jedem fünften Betroffenen, also bei 0,7 Prozent der Patienten, komme es dadurch zu funktionellen Einschränkungen, so André. (gvg)

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