Kommentar – Welt-Aids-Tag

Auf Enttabuisierung setzen

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

#wissenverdoppeln – mit dem diesjährigen Motto des Welt-Aids-Tages ist die Deutsche Aidshilfe ihrer Linie treu geblieben, weiterhin primär auf Aufklärung zu setzen. Und das ist richtig – mindestens in dreierlei Hinsicht.

Erstens: Untersuchungen belegen seit Jahren, dass das Wissen über die Erkrankung in Bezug auf Übertragungswege und Ansteckungsgefahren in der Öffentlichkeit extrem schlecht ist. Hier muss mehr geschehen, als nur auf große Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu vertrauen.

Zweitens: Ein nahezu normales Leben für Infizierte ist möglich, wenn sie kontinuierlich behandelt werden. Eine niedrige Viruslast im Blut schützt auch den Partner beim Sexualverkehr. Eine Virusübertragung findet nicht statt. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Studien.

Drittens: Eine große Baustelle bleibt die Früherkennung. Das vom Innovationsfonds geförderte Projekt „FindHIV“ ist ein wichtiger Schritt, hier Licht in die Blackbox zu bringen, warum so viele Diagnosen erst so spät gestellt werden.

Dazu gehört, die Sensibilität für das Thema bei niedergelassenen Ärzten zu schärfen. Und: Die Zahl zugelassener HIV-Selbsttests wird zunehmen. Patienten brauchen dann einen Ansprechpartner. Das wird dann der Niedergelassene sein.

Lesen Sie dazu auch: Welt-AIDS-Tag: Projekt „FindHIV“ zur Frühdiagnose startet

Mehr zum Thema

Deutsch-Österreichischer Aids-Kongress 2021

HIV-Immunstatus entscheidet über Schwere der Corona-Erkrankung

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C verlängert Überlebenszeit von Krebs-Patienten

Lungenkrebs und Mamma-Ca

Vitamin C verlängert Überlebenszeit von Krebs-Patienten

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

SARS-CoV-2 und COVID-19

Das sagt die Wissenschaft: Vitamin C und COVID-19

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Dr. Erik Engel und seine Kollegen aus der Hämatologisch-Onkologischen Praxis Altona in Hamburg bereiten sich auf Corona-Impfungen vor. Keine leichte Aufgabe, wie er im Gespräch erzählt. (Symbolbild)

Krebspatienten sind SARS-CoV-2-Risikopatienten

Deshalb impft ein Hamburger Onkologe gegen Corona

Aerosolforscher wie Dr. Christof Asbach, Präsident der Gesellschaft für Aerosolforschung, warnen Politiker vor symbolischen Corona-Maßnahmen.

COVID-19-Pandemie

Aerosol-Forscher zu Corona: „Drinnen lauert die Gefahr“

Der Bund will das Infektionsschutzgesetz rasch nachbessern, um die Voraussetzungen für einheitliche Regeln in Gebieten mit hohen Sieben-Tage-Inzidenzen zu schaffen.

Änderung am Infektionsschutzgesetz

Tauziehen um geplante bundesweite Corona-Notbremse