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Auf die richtige Interferon-Dosis kommt es an

Eine Dosissteigerung bei einer Interferontherapie bringt offenbar keinen zusätzlichen Nutzen bei MS. Vielleicht lässt sich die Dosis sogar senken.

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Diese Möglichkeit sieht Privatdozent Volker Limmroth vom Kölner Klinikum nach den Ergebnissen der noch nicht publizierten Studie BEYOND*. Therapiert wurden darin über 2200 bislang unbehandelte Patienten mit im Schnitt 1,6 Schüben pro Jahr. Sie erhielten entweder Interferon beta-1b (Betaferon®) in der üblichen Dosierung von 250 µg s.c. alle zwei Tage oder in einer Dosierung von 500 µg alle zwei Tage oder 20 mg/d Glatirameracetat (Copaxone®).

In allen drei Studienarmen wurde während der zwei bis dreieinhalb Jahre dauernden Therapie die Schubrate um knapp 80 Prozent reduziert. Das mache deutlich, dass mit einer Steigerung der Interferondosis letztlich nicht mehr erreicht werden kann als mit der bisher verwendeten Dosis, so Limmroth. Vielmehr müsse man sich fragen, ob sich derselbe therapeutische Effekt auch mit geringeren als den üblichen Interferondosierungen erreichen lässt.

Ebenfalls deutlich wurde in der Studie, dass Interferon beta-1b und Glatirameracetat ähnlich gut wirken. Auch von bislang 16 Vergleichsstudien zwischen einzelnen Interferonen hätten nur drei geringe Unterschiede in der Wirksamkeit zeigen können, 13 dagegen keine. "Im Lichte der neuen Substanzen verliert die Frage, welches Interferon am wirksamsten ist, jedoch zunehmend an Bedeutung", so Limmroth.(mut)

*BEYOND: Betaferon/Betaseron Efficacy Yielding Outcomes of a New Dose

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