Mecklenburg-Vorpommern

Ausbruch von multiresistenter Klebsiella

Zwischen Juni und Oktober 2019 haben sich insgesamt sechs Patienten mit multiresistenter Klebsiella in Greifswald infiziert.

Veröffentlicht:

Berlin. Einen Ausbruch von multiresistenter Klebsiella pneumoniae unter 17 Patienten hat es in vier Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Das berichten Forscher des Robert Koch-Instituts (Euro Surveill 2019; online 12. Dezember).

Im Juni 2019 war bei einer Routineüberprüfung in einer Intensivstation der erste Fall identifiziert worden. Trotz ergriffener Eindämmungsbemühungen infizierten sich bis Oktober weitere fünf Patienten, elf zusätzliche Patienten waren kolonisiert.

Der Erreger sei nur abzutöten gewesen mit Chloramphenicol, Tigecyclin und Cefiderocol. Synergistisch wirksam sei außerdem die Kombination aus Aztreonam plus Ceftazidim-Avibactam gewesen, schreiben die Forscher.

Nach ihren Angaben handelt es sich bei dem Ausbruch um den ersten in Deutschland bekannten nosokomialen Ausbruch von K. pneumoniae des Stammes ST307, der die Carbapenemasen NDM-1 und OXA-48 produziert und damit eine ganze Reihe von Antibiotika unwirksam macht.

Mitarbeiter in Kliniken und Laboren sollten besonders wachsam im Bezug auf K. pneumoniae sein, um multiresistente Infektionen früh zu identifizieren. Frühe und breit angelegte Tests sowie Isolationsmaßnahmen seien nötig, um die Verbreitung dieser Erreger einzuschränken, betonen die Wissenschaftler. (mmr)

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