Bald nur noch FCKW-freie Inhalationstherapie

Was für kurzwirksame inhalative Beta-2-Mimetika und Kortikoide schon seit einigen Jahren gilt, wird bald auch für die langwirksamen Beta-2-Mimetika Wirklichkeit: Auch für solche Substanzen dürfen ab Januar nächsten Jahres keine Fluorchlorkohlenwasserstoff-(FCKW)-haltigen Treibgase mehr verwendet werden. Für die beiden in Deutschland erhältlichen Wirkstoffe Salmeterol und Formoterol gibt es bereits alternative Inhalationssysteme, und zwar Pulverinhalatoren und FCKW-freie Dosieraerosole.

Veröffentlicht:

Die langwirksamen Beta-2-Mimetika Salmeterol und Formoterol können beide über Pulverinhalatoren appliziert werden. Neu hinzugekommen ist vor kurzem die Applikation von Formoterol per Novolizer®. Das Besondere an diesem Inhalationsgerät: Damit die Patienten sicher sein können, daß die erforderliche Wirkstoffmenge auch tatsächlich freigesetzt wird und am Wirkort ankommt, gibt es drei Kontrollmechanismen.

Zunächst wird die erforderliche Dosis durch Drücken einer Dosiertaste bereitgestellt, und in einem Kontrollfenster erscheint eine grüne Markierung. Die Dosis wird durch Inhalation freigesetzt. Bei ordnungsgemäßer Inhalation wechselt die Farbe im Kontrollfenster von grün auf rot. Zusätzlich ist ein deutliches "Klick" zu hören.

Außerdem haben die Patienten eine geschmackliche Kontrolle; die als Trägerstoff verwendete Laktose schmeckt leicht süßlich. Das mit Formoterol bestückte Inhalationssystem ist in Deutschland als Formotop® und Formatris® erhältlich.

Für Asthmatiker, die die Inhalation per Dosieraerosol bevorzugen, gibt es mittlerweile auch FCKW-freie Optionen: Formoterol gibt es seit kurzem als Forair® FCKW-frei 12 µg in einem Dosieraerosol, das mit dem für die Ozonschicht unschädlichen Treibgas Norfluran (HFA-134a) betrieben wird.

Klinische Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit der neuen Formulierung haben keine signifikanten Unterschiede zum FCKW-haltigen Vorläufer Foradil® und zum Formoterol-Pulverinhalator Foradil® P Aerolizer® ergeben. Die bisher verwendeten Formoterol-Dosierungen können jeweils eins zu eins übernommen werden.

Vorteil des neuen Systems: Die Sprühwolke ist sanfter und hält länger an, so daß weniger Anforderungen an die richtige Koordination von Sprühstoß und Einatmung gestellt werden, sagen Asthma-Experten.

FCKW-freie Dosieraerosole werden außerdem auch als fixe Kombinationen mit dem langwirksamen Beta-2-Mimetikum Salmeterol und dem inhalativen Kortikosteroid Fluticason angeboten. (ikr)

Lesen Sie dazu auch: Asthma-Kranke können jetzt nahezu normal leben

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Von Nasenpolypen bis zum „Speiseröhrenasthma“

Bei schwerem Asthma Typ-2-Komorbiditäten mitbehandeln!

Neue Empfehlung

Zwei Biomarker werden bei Asthma zum Standard

Klimabewusste Inhalationstherapie

COPD: LAMA-LABA-Inhalatoren im Vergleich

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nächtlicher Augeninnendruckanstieg

Sind zwei Kopfkissen für Menschen mit Glaukom eines zu viel?

Hausarzt und Gebietsärztin im Interview

Hausarztvermittlungsfälle: Wo es hakt und wie es besser ginge

Lesetipps
Ist die verordnete DiGA wirklich für eine Patientin oder einen Patienten geeignet? Darüber entscheidet nicht nur die gestellte Diagnose. (Motiv mit Fotomodell)

© stokkete / Stock.adobe.com

Verordnung Digitaler Gesundheitsanwendungen

Regressgefahr: Ausschlusskriterien bei DiGA beachten!

Ein älterer Flugpassagier fasst sich an die Brust. Herzprobleme?

© Bonsales / Generated with AI / Stock.adobe.com

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist