Bewährungsprobe für die Fett-weg-Spritze

NEU-ISENBURG (sko). Davon träumen viele: mit einer Spritze Fett los werden. Mit der Fett-weg-Spritze soll das möglich sein. Ob das tatsächlich so ist, prüft derzeit Professor Johannes Huber von der Unifrauenklinik Wien in der ersten Studie dazu.

Veröffentlicht:

Hauptbestandteil der Fett-weg-Spritze ist das aus Sojabohnen gewonnene Phosphatidylcholin. Als Lipostabil® ist die Spritze zur intravenösen Lipolyse bei Fettembolien zugelassen. Vor zehn Jahren hat eine brasilianische Ärztin begonnen, die Substanz subkutan in unerwünschte Fettpolster zu spritzen, um diese so aufzulösen. Inzwischen ist die Spritze auch in Deutschland sehr gefragt, wie auch im ZDF-Gesundheitsmagazin "Praxis" am Mittwoch dieser Woche berichtet wurde.

Doch welche Reaktionen die Substanz im Fettgewebe auslöst oder wie das Fett abtransportiert wird, ist völlig unklar.

"Ich habe in der Medline keine halbwegs vernünftige Studie zu diesem Thema gefunden", sagte Huber zur "Ärzte Zeitung" - Anlaß für ihn, selbst eine Studie zu initiieren. Bei über 50 Frauen wird dabei vor sowie nach der dreimaligen Phosphatidylcholin-Behandlung mit DXA (Dual-X-Ray-Absorptiometry) der Fettanteil im Körper bestimmt.

Bei der Therapie werden im Abstand von etwa zwei Wochen jeweils 10 ml Phosphatidylcholin unter die Haut von Hüfte oder Bauch gespritzt. Nach der ersten Injektion konnte Huber optisch keinen Effekt feststellen. Antwort auf die Frage, "wirkt es oder wirkt es nicht?" gibt es in etwa sechs Wochen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: "Fett weg" endlich mal wissenschaftlich

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein