Perikarditis

Colchicin senkt Rezidivrate

Veröffentlicht:

WASHINGTON. Der bei Gicht bewährte Mitose-Hemmstoff Colchicin kann bei rezidivierender Perikarditis das Rückfallrisiko halbieren, wenn er zusätzlich zur Standardtherapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) eingenommen wird.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Massimo Imazio aus Turin hat 240 Patienten entweder mit NSAR (ASS, Indometacin oder Ibuprofen) allein oder einer Kombination aus NSAR plus Colchicin (1- bis 2-mal 0,5 mg/d je nach Gewicht) sechs Monate lang behandelt. Bei allen Patienten waren zuvor schon zwei oder mehr Rezidive aufgetreten.

Nach 18 Monaten zeigte sich: 26 Patienten der Colchicin-Gruppe (21,6 Prozent) sowie 51 Patienten der Kontrollgruppe (42,5 Prozent) hatten erneute Rezidive. 1,7 versus 10 Prozent der Patienten wurden wegen Perikarditis erneut hospitalisiert, berichtete Imazio beim ACC-Kongress.

Colchicin wirkte auch akut: Nach 72-stündiger Behandlung persistierte die Symptomatik bei 19 Prozent (Colchicin) versus 44 Prozent (Kontrollen) der Patienten, nach einer Woche waren 83 versus 59 Prozent in Remission. (DE)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Vorbereitung für die Obduktion eines Leichnams.

© sudok1 / stock.adobe.com

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt