Direkt zum Inhaltsbereich

BioNTech und Pfizer

Corona-Impfschutz für Teenager in Sicht

Der Impfstoff Comirnaty® hat sich in einer Zulassungsstudie bei 12- bis 15-Jährigen als hochwirksam erwiesen. Ein Impfprogramm für Säuglinge und Kinder bis elf Jahre wurde gestartet.

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:
Jugendliche in der Pandemie: Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer hat sich in diesem Alter als immunogen und verträglich erwiesen.

Jugendliche in der Pandemie: Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer hat sich in diesem Alter als immunogen und verträglich erwiesen.

© Di Studio / stock.adobe.com

Mainz/New York. Vielversprechende Daten zum Impfstoff Comirnaty® (BNT162b2) bei Teenagern haben BioNTech und Pfizer vorgestellt. Die Vakzine wird gerade in einer Phase-III-Zulassungsstudie bei 12- bis 15-Jährigen in den USA geprüft. Danach zeigte die Impfung sehr hohe Antikörperantworten, die sogar die robusten Werte bei geimpften 16- bis 25-Jährigen in den bisherigen Studien übertrafen. Insgesamt hatte der Impfstoff eine Wirksamkeit von 100 Prozent und war gut verträglich, berichten die Unternehmen in einer Mitteilung.

An der Studie nehmen 2260 Jugendliche teil. Je etwa die Hälfte wurde nach dem Zufallsprinzip einer Impf- und einer Placebogruppe zugewiesen. Es wurden 18 COVID-19-Fälle in der Placebo- und kein Fall in der Impfstoffgruppe registriert. Die durch BNT162b2 bei den Impflingen induzierten und SARS-CoV-2 neutralisierenden Antikörper-Titer (geometric mean titer, „GMT“) geben die Unternehmen einen Monat nach der zweiten Dosis im Schnitt mit 1239,5 an. Bei 16- bis 25-Jährigen waren in vorherigen GMT-Werte von 705,1 registriert worden. BNT162b2 war zudem gut verträglich, das Ausmaß an Nebenwirkungen war ähnlich wie bei den 16- bis 25-Jährigen.

Zulassungsanträge in den kommenden Wochen

Die Studiendaten sollen jetzt bei einer Fachzeitschrift zur Publikation eingereicht werden. Auch wollen die Unternehmen in den kommenden Wochen für diese Altersgruppe in den USA eine Notfallzulassung bei der Arzneibehörde FDA und in Europa eine bedingte Zulassung bei der FDA beantragen. Sollten die Zulassungserweiterungen erfolgen, dann könnte der Impfstoff in allen Altersgruppen ab 12 Jahren verwendet werden.

Darüber hinaus wurde mit der Vakzine ein fortlaufendes, globales Phase-I/II/III-Studienprogramm für Kinder im Alter von sechs Monaten bis elf Jahren gestartet. Darin werden Sicherheit, Verträglichkeit und Immunogenität von BNT162b2 in einem Impfplan mit zwei Dosen (etwa 21 Tage Abstand) in drei Altersgruppen geprüft (fünf bis elf Jahre, zwei bis fünf Jahre und sechs Monate bis zwei Jahre). Die Fünf- bis Elf-Jährigen haben die erste Impfdosis letzte Woche erhalten, so die Unternehmen. Mit der Kohorte der Zwei- bis Fünf-Jährigen soll nächste Woche gestartet werden.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Eine harte Nuss zu knacken

Kasuistik: Nussallergie führte auf die falsche Fährte

Hypercholesterinämie

Lipidsenker klug kombinieren

Deprescribing PPI

Protonenpumpenhemmer absetzen: Wie das am besten gelingt

Lesetipps
Eine Ärztin spricht mit einer älteren Patienten. Die Patientin lächelt.

© StefaNikolic / stock.adobe.com

Sprechende Medizin

4 Tipps: So können Sie den Placebo-Effekt für die Therapie nutzen

Ein Arzt spricht mit einer Patientin

© K Davis/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview

Patient mit Mundgeruch: Wie Sie das im Patientengespräch ansprechen

Eine junge Frau sitzt auf dem Sofa und verschränkt ihre Arme, um ihre Hände auf die Brust zu legen.

© Yauhen / Stock.adobe.com

Psychologische Interventionen

Sprechende Medizin: 10 Schritte bei chronischen Schmerzen