Eineinhalb Wochen nach Oktoberfest

Corona-Inzidenz in München steigt immer schneller

Offenbar hat in München die „Wiesn-Welle“ begonnen: In der Stadt des Oktoberfestes steigen die Fälle von Infektionen mit SARS-CoV-2 rasant an.

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Auf dem Oktoberfest in München hat es offenbar viele Übertragungen von SARS-CoV-2 gegeben, wie Infektionszahlen des Robert Koch-Instituts nahelegen.

Auf dem Oktoberfest in München hat es offenbar viele Übertragungen von SARS-CoV-2 gegeben, wie Infektionszahlen des Robert Koch-Instituts nahelegen. (Symbolbild)

© Alexander Raths / stock.adobe.com

München. Eineinhalb Wochen nach Beginn des Oktoberfestes steigt die Corona-Inzidenz in München immer schneller. Auf Wochensicht ist sie um knapp 77 Prozent auf 424,9 gestiegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen hervorgeht. Das ist deutlich mehr als der bayernweite Anstieg von 43,1 Prozent oder der deutsche von 29,4 Prozent.

Da die Gesundheitsämter an Wochenenden praktisch keine neuen Fälle an das RKI melden, die dieses in die Zahlen des jeweils nächsten Morgens einrechnen kann, ist Dienstag in der Regel der erste Tag der Woche, an dem sich deutliche Anstiege in den Inzidenzen zeigen.

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Ein Zusammenhang des Anstiegs mit dem Oktoberfest lässt sich gegenwärtig zwar kaum beweisen, er liegt aber nahe: Auch bei anderen Volksfesten hatte sich häufig etwa eineinhalb Wochen nach Beginn ein deutlicher Anstieg in den Inzidenzen gezeigt. Oft waren diese dann noch gut eine Woche weiter gestiegen. Auch Fachleute hatten im Vorfeld des Oktoberfest eine „Wiesn-Welle“ vorhergesagt.

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Die Inzidenzzahlen haben inzwischen allerdings ein Stück weit an Aussagekraft eingebüßt. Infektiologen gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Corona-Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen und Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen. (dpa)

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