DAK-Gesundheit: Schluss mit Zusatzbeitrag

HAMBURG (dpa/sun). Die fusionierte DAK-Gesundheit verzichtet ab April 2012 auf den Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat. Das teilte die DAK am Dienstag mit.

Veröffentlicht:
Die DAK-Zentrale in Hamburg: Laut DAK-Chef Herbert Rebscher hat die Krankenkasse 2011 einen Haushalt mit einem Überschuss von 300 Millionen Euro.

Die DAK-Zentrale in Hamburg: Laut DAK-Chef Herbert Rebscher hat die Krankenkasse 2011 einen Haushalt mit einem Überschuss von 300 Millionen Euro.

© Angelika Warmuth / dpa

Hintergrund ist der Zusammenschluss der DAK und der BKK Gesundheit zum 1. Januar. Die Abschaffung des Zusatzbeitrags werde möglich, weil die Fusion wirtschaftliche Vorteile bringe.

"Wir haben 2011 einen Haushalt mit einem Überschuss von mehr als 300 Millionen Euro", sagte DAK-Chef Herbert Rebscher der "Ärzte Zeitung" am Dienstag.

Zudem zeige der Sparkurs der vergangenen Jahre, wie etwa bei den Verwaltungskosten, "jetzt seine Wirkung", so Rebscher.

Fusionsbedingte Abwanderung soll vermieden werden

Darüber hinaus würde der Fusionspartner BKK Gesundheit auch eigentlich ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. "Das ist nur deshalb nicht der Fall, weil sie die Rettungsmaßnahmen im BKK-System, wie die Schließungskosten der City BKK, mitträgt", so der DAK-Vorstandsvorsitzende.

Die Ankündigung, künftig ohne Zusatzbeitrag auskommen zu wollen, könne dazu beitragen, "um fusionsbedingte Abwanderungen der Versicherten zu vermeiden", sagte Rebscher.

5,1 Millionen Mitglieder und 6,6 Millionen Versicherte

Die DAK-Gesundheit wird 5,1 Millionen Mitglieder und rund 6,6 Millionen Versicherte haben. Der Haushalt soll rund 20 Milliarden Euro betragen. Sitz der fusionierten Kasse soll Hamburg sein. Sie unterhält bundesweit 850 Servicezentren.

Zusatzbeiträge müssen derzeit mehr als zehn Millionen GKV-Mitglieder zahlen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?