USA

Dampfen weitet sich an Schulen aus

Unter amerikanischen Schülern gebe es eine „Epidemie“ an E-Zigaretten-Konsumenten, kritisiert die American Lung Association.

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CHICAGO. Immer mehr Jugendliche in den Vereinigten Staaten greifen zur E-Zigarette. Von der staatlichen Regulierungsbehörde, die für ihren Schutz zuständig ist, werden sie dabei im Stich gelassen, klagt die American Lung Association.

Im aktuellen State of Tobacco Control Report rechnet die Organisation vor, dass im letzten Jahr 21 Prozent der Highschool-Schüler aktuelle Konsumenten von E-Zigaretten gewesen seien. Das sei ein Anstieg von 78 Prozent, verglichen mit dem Vorjahr. Auf die Vereinigten Staaten komme damit eine weitere Generation von nikotinsüchtigen Bürgern und schlussendlich ein Anstieg an Nikotin-assoziierten Krankheits- und Todesfällen zu, heißt es im Report.

Woran liegt das? Die für die Regulierung von E-Zigaretten zuständige staatliche Behörde FDA lasse die Jugend im Stich, kritisiert die Organisation. Thomas Carr, einer der Autoren des Reports, verwies darauf, dass die FDA bereits 2011 angekündigt hatte, E-Zigaretten stärker regulieren zu wollen.

„Damals lag die Prävalenz des E-Zigaretten-Gebrauchs unter Highschool-Schülern bei anderthalb Prozent. Das wäre der Moment zum Handeln gewesen“, sagte Carr dem Nachrichtensender CNN. Die FDA habe aber erst 2016 mit der Regulation der elektronischen Nikotinverdampfer begonnen, als sie das Mindesterwerbsalter auf 18 heraufsetzte. Mittlerweile bezeichne neben dem US-Generalstabsarzt auch der Rauchbeauftragte der FDA den Konsum von E-Zigaretten unter Jugendlichen als „Epidemie“.

Auch in Deutschland wird die Zahl der jugendlichen Dampfer mit Sorge betrachtet. Als eine Option, um diese Zahl zu reduzieren, wird das Verbot der Tabakaußenwerbung gewertet, das momentan in Berlin debattiert wird. Experten drängen darauf, auch die Werbung für E-Zigaretten in das Verbot einzuschließen, da diese für Jugendliche besonders attraktiv seien. (mmr)

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