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Das metabolische Syndrom - eine Art Erbkrankheit?

PARIS (gvg). Den metabolischen Störungen bei Patienten mit metabolischem Syndrom liegen wahrscheinlich gemeinsame genetische Veränderungen zugrunde. Der Anteil der Gene an der Entstehung des Syndroms liegt bei mindestens einem Viertel, wie Dr. Anna Schut aus Rotterdam beim Hypertoniekongreß in Paris berichtete.

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Die Daten zum metabolischen Syndrom sind das erste Teilergebnis einer großen genetischen Untersuchung bei einer seit Jahrhunderten weitgehend isoliert lebenden Gemeinschaft von 25 000 Menschen im südwestlichen Teil der Niederlande. Für die Studie wurden bisher genetische und medizinische Untersuchungsdaten sowie die Stammbäume von etwa tausend Menschen aus drei Generationen ausgewertet.

Die Häufigkeit des metabolischen Syndroms lag in der untersuchten Population bei einem Viertel. Die Stammbaumuntersuchung ergab vor allem für einen erhöhten Nüchternblutzucker, für ein erniedrigtes HDL-Cholesterin und für einen erhöhten diastolischen Blutdruck eine starke familiäre Häufung. "Insgesamt deuten unsere Daten stark darauf hin, daß Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie und Übergewicht beim metabolischen Syndrom genetisch zusammenhängen", so die Genetikerin von der Universität Rotterdam in den Niederlanden.

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