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Israelische Studie

Dellwarzen: Erfolg mit Kürettage

Dellwarzen sind zwar an sich harmlos, aber unangenehm und vor allem hochansteckend. Schnell ein Ende macht man dem Spuk mittels Kürettage.

Veröffentlicht:

TEL AVIV. Dellwarzen betreffen überwiegend Kinder, werden durch eine Infektion mit Molluscum-contagiosum-Viren verursacht, sind hochkontagiös, aber meist harmlos und können von selbst wieder verschwinden. Doch die Selbstheilung dauert oft mehrere Jahre und solange besteht hohe Ansteckungsgefahr. Manchmal verursachen die Dellwarzen auch Juckreiz, es bilden sich Ekzeme oder sekundäre Infektionen. Abwarten ist daher für den Kinderarzt und Dermatologen Avikam Harel vom Sourasky Medical Center in Tel Aviv und seine Kollegen keine Option. Sie empfehlen, die Dellwarzen zu kürettieren.

Das Ausschaben mit einem scharfen Löffel bringe meist umgehend einen dauerhaften Erfolg und werde von den meisten Patienten und deren Eltern gut akzeptiert, betonen die Pädiater angesichts ihrer aktuellen Studie mit Kindern und Jugendlichen, die zwischen 2008 und 2012 wegen Dellwarzen an der Universitätsklinik in Tel Aviv behandelt worden waren (Pediatric Dermatology 2016; online 7. September). Die Behandlung mit dem scharfen Löffel erfolgte unter lokaler Betäubung. Kinder mit Dellwarzen im Gesicht oder an den Geschlechtsteilen und sehr ängstliche Kinder wurden zusätzlich mit Propofol sediert.

Von den insgesamt 1879 Patienten waren 70 Prozent nach der ersten Behandlung "geheilt", bei 26 Prozent musste erneut kürettiert werden. Die Wahrscheinlichkeit, mehrmals behandeln zu müssen, steige mit dem Schweregrad des Molluskenbefalls, so Harel. Bei Kindern mit weniger als 20 Dellwarzen genügte in 88 Prozent eine einmalige Behandlung, aber nur bei 56 Prozent mit sehr ausgeprägtem Erkrankungsbild. Doch selbst bei sehr schweren Fällen, also mehr als 20 Mollusken und zusätzlicher Weichteilinfektion oder Impetigisierung, war das Problem meist nach zweimaliger Behandlung behoben. Nur bei 7 Prozent war eine dritte Sitzung notwendig. Entsprechend viele Eltern – insgesamt 92 Prozent – gaben an, mit der Behandlung zufrieden zu sein. In der Gruppe mit ausgeprägtem Delllwarzenbefall waren es sogar 97 Prozent.(dk)

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