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Den Nieren zuliebe Blutzucker-Checks!

NEU-ISENBURG (ars). Zum heutigen Weltnierentag wird die Bevölkerung zu Blutzuckertests beim Hausarzt oder in der Apotheke aufgerufen. Ratsam ist zudem ein "Nieren-Check": ein Urintest auf Eiweiß.

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Am Weltnierentag gibt es viele Infos rund um den Nierenschutz. © Sebastian Kaulitzki / fotolia.vom

Am Weltnierentag gibt es viele Infos rund um den Nierenschutz. © Sebastian Kaulitzki / fotolia.vom

© Sebastian Kaulitzki / fotolia.vom

Durch dauerhaft erhöhten Blutzucker verändern sich die Gefäßwände, auch die in der Niere, so dass das Nierengewebe nicht mehr ausreichend mit Nährsubstanzen und Sauerstoff versorgt wird. Auf diese Zusammenhänge macht die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie aufmerksam. Bei gut einem Drittel der Dialysepatienten ist Diabetes die Ursache des Nierenversagens.

Dessen Risiko steigt, je länger der Diabetes besteht, je schlechter die Blutglukose eingestellt ist und wenn obendrein ein erhöhter Blutdruck vorliegt. Diabetiker hätten die Gesundheit ihrer Nieren selbst in der Hand, deshalb sollten sie mit Therapievorschriften nicht lax umgehen, zumal wenn bereits eine beginnende Nierenstörung diagnostiziert wurde, so Professor Jan Galle aus Lüdenscheid.

Diabetikern empfiehlt der Nephrologe jährlich einen "Nieren-Check". Allen übrigen Menschen ab 35 Jahre rät er, in zweijährlichem Anstand beim Check-up-35 den Urin kontrollieren zu lassen. Bei gesunden Nieren sei das Filtergewebe so dicht, dass höchstens 20 mg Eiweiß täglich ausgeschieden werden.

Zusätzlich seien gelegentliche Blutzuckertests beim Hausarzt oder in der Apotheke wichtig. Grund: Die Dunkelziffer von Menschen, die nicht ahnen, dass sie Diabetes haben und unbehandelt auf Folgeerkrankungen zusteuern, ist hoch: Dem Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2009 zufolge sind es hierzulande etwa sieben Millionen - genauso viele, wie bereits wegen Diabetes behandelt werden.

www.dgfn.eu , www.nierenstiftung.info, www.die-rote-saeule.de

Lesen Sie dazu auch: diabetesDe erinnert an jährlichen Nierencheck

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vorsorge lohnt sich - auch für die Niere

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