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Magersucht

Der Hirnabbau ist umkehrbar

Die infolge einer Anorexia nervosa auftretende Schrumpfung der Hirnrinde kann durch eine erfolgreiche Therapie meist rückgängig gemacht werden.

Veröffentlicht:

DRESDEN. Im akuten Stadium einer Magersucht schrumpft bei den Patientinnen die Dicke der Hirnrinde. Doch bei Therapie der Essstörung wird die graue Substanz meist komplett wiederhergestellt, haben Forscher aus Dresden mit einer nach eigenen Angaben weltweit erstmals eingesetzten Methode ermittelt (Biological Psychiatry 2014, online 20. September).

Bei einer großen Stichprobe von Patientinnen mit Anorexia nervosa wurde die Hirnrinde an über 100.000 Punkten mit hochauflösender Magnetresonanztomographie sub-millimeter-genau gemessen. Ergebnis bei Klinikaufnahme: In fast allen Bereichen des Großhirns war die Dicke drastisch verringert.

Ähnliches galt für die Volumina der grauen Substanz in der Tiefe des Gehirns. Das Ausmaß sei den Abbauprozessen bei Alzheimer-Demenz sehr ähnlich, so eine Mitteilung der Uni Dresden.

Etwa die Hälfte der Patientinnen erreichte mit einer Therapie eine regelmäßige Menstruation, normales Gewicht und Essverhalten. Durchschnittlich zwölf Monate nach erfolgreicher Therapie beobachteten die Forscher eine vollständige Wiederherstellung der grauen Substanz.

Sie weisen jedoch darauf hin, dass eine Magersucht oft schwere Folgen habe, die nicht umkehrbar seien, etwa eine Osteoporose. (eb)

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